Interview mit Edgar Dirksen Label Manager von Cocoon RecordingsHallo Edgar,
die meisten Menschen assoziieren mit Cocoon natürlich in erster Linie Sven Väth, den Cocoon Club in Frankfurt, Ibiza usw.
Du bist ein Mann, der eher im Hintergrund bleibt und arbeitet.
Daher werden dich viele unserer Leser erstmal gar nicht kennen.
Sei doch so nett und stelle dich eben kurz vor und erzähle uns etwas zu deinem Aufgabenfeld im Cocoon Kosmos....

 

Richtig, ich agiere gerne im Stillen. Bevor ich 2008 zu Cocoon kam, habe ich acht Jahre lang bei Neuton gearbeitet, einem auf Vinyl spezialisierten Vertrieb aus Frankfurt. Seit 2010 bin ich Label Manager von Cocoon Recordings und Geschäftsführer von Cocoon Publishing.

Wir haben dich ja anlässlich der brandneuen Cocoon Compilation K – welche im übrigen auch unsere Record of the Month geworden ist – zum Gespräch gebeten.
Verrate uns doch bitte einmal, wie und von wem wird die Compilation zusammengestellt?

Wir, das sind Sven, Pauli (Steinbach) und ich, setzen uns meist schon im März zusammen und reden über Künstler, die wir gerade im Fokus haben oder auch über Tracks, die uns bereits vorliegen und genau auf dieses Format passen.

Was muss ein Track haben oder was macht einen Track aus, dass er es dann schlussendlich auf eure Compilation schafft?

Das ist schwer zu sagen, aber es sind eigentlich immer Stücke, die einen bestimmten Rahmen benötigen, um extravagant den Zeitgeist reflektieren zu können!

Trotz der aktuellen Situation des Musikmarktes, veröffentlicht ihr weiterhin auch auf Vinyl.
Woher kommt die Motivation? Seht ihr das auch als eine Art „Statement“ für eure Arbeit, die Qualität und den Anspruch für den das Label „Cocoon“ steht?

Vinyl war, ist und bleibt das Königsformat für Tonträger und ist ein fester Bestandteil unserer Release-Philosophie.
Wirklich aussagekräftige und die Zeit überdauernde Musik gehört schlichtweg auf Platte gepresst.

In diesem Jahr finde ich die Compi im Großen und Ganzen seeeeehr deep und housy gehalten.
„Techno“ sucht man eigentlich vergebens. Reflektiert Ihr damit auch den aktuellen Sound, für den Cocoon steht?

Nein, wir haben einfach dieses Mal ganz bewusst mehr Platz für spacige und deepe Tracks eingeräumt – aber keine Angst – es kommen auf jeden Fall auch noch einige Techno-Raketen dieses Jahr!

Ihr präsentiert auch interessante und auch teilweise recht unbekannte Newcomer.
Wie zum Beispiel David August oder Tom Trago. Wie wurdet ihr auf diese beiden Talente aufmerksam?

Nun, wir hören uns natürlich täglich jede Menge Musik an und da fallen einem dann auch immer wieder neue Künstler auf, die einen ganz eigenen Sound haben...

Meine persönlichen Favourites sind definitiv das Stück von Matt John sowie die Tracks von Maetrik und Henrik Schwarz.
Hast du selbst auch einen Track, der dich besonders geflashed hat?

Alle haben auf ihre Art und Weise etwas Besonderes und moven mich. Wenn du aber vom Craziness-Faktor sprichst, ist Matt John ziemlich weit vorne dabei :)

Zum Schluss vielleicht noch ein kurzes Preview auf euren Releaseplan?
Kannst du schon verraten, auf was wir uns in den kommenden Wochen / Monaten freuen dürfen?

Eine neue Split-10“ von Ross Evana und dem schwedischen Duo Caytas & Patz wird gerade gepresst und kommt dann Ende August.
Nick Curly hat uns drei klasse Tracks geschickt, die wir im September veröffentlichen werden.

Zuvor wird es aber noch ein spezielles Boys Noize Release geben: Ein einseitig bespieltes, marmoriertes Vinyl, auf 500 Einheiten limitiert.
Auf dem CD Sektor kommt noch im August eine wunderschöne und zugleich zeitlose Mix-Compilation von Lawrence.
Und nicht zu vergessen: Die diesjährige Green & Blue Compilation, gemixt von Raresh und Sascha Dive.

Interview mit Edgar Dirksen Label Manager von Cocoon Recordings

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