Das MP3 Phänomen. Vinyl vs. Wav vs. MP3. Wer hört den Unterschied wirklich?

Wirklich gute, informative und deepe Mini Dokumentation über die ewige Diskussion: Vinyl vs. Wav vs. MP3 und den Unterschieden in der Wiedergabetreue.

Das DVD Magazin SLICES hat zur Klärung der Streitfrage Tanith, Sasse, Filippo Moscatello, Alexandra Dröner und zwei „normale“ Clubber eingeladen um das ganze Thema mal auszustesten. Dazu wurden zwei Tracks in jeweils eine Minute lange Parts in 128, 192, 320 MP3; in WAV und zusätzlich noch als Vinyl vorgespielt. Die Tester mussten einmal im Berliner Watergate und in den Studios von Kirsch Audio versuchen zu bestimmen, was sie gerade gehört haben.

Also welches Format grade gespielt wurde. Interessanterweise vertesteten sich die Probanden alle so derbe, dass sie eigentlich auch eine Münzen hätten werfen können.
Das MP3 Format schneidet also nicht, wie viele immer noch behaupten die Höhen und Tiefen aus einem Track, sondern verändert nur die Teile der Frequenzen, die das menschliche Hörvermögen sowieso nicht wahrnimmt.

Wer in das Thema tiefer einsteigen will, dem empfehle ich das SLICES Tech Talk Video.
Um dem ganzen etwas tiefer auf den Grund zu gehen, hat Slices Prof. Jürgen Herre im Fraunhofer Institut in Erlangen besucht, die das MP3 Format Mitte der 80er erfunden und patentiert haben. Der Prof. erklärt das Codierungsverfahren MP3 an sich und auch was es mit Masking und dem menschlichen Hörvermögen auf sich hat. Wie werden Frequenzen überhaupt von uns wahrgenommen und was wird wo und überhaupt „abgeschnitten“ um eine komprimierte MP3 Datei zu erhalten.

Wer also mehr zu Encoder / Decoder, Frequenzen, Spektral Anteile, Psycho Akkustik, weißes Rauschen, Audiocodierung und was das ganze mit Paul Simon zu tun hat, erfahren will – bitte schön. Ziemlich abgefahren fand ich das beschriebene und wirklich gut erklärte „Das 13db Wunder“ (James Johnston und Karlheinz Brandenburg 1989).

Mein Fazit: Komprimiert, komprimiert, decompressed oder Vinyl …
Die faktischen Klangunterschiede sind quasi nicht hörbar und es bleibt einfach vom Soundsystem und vor allem vom DJ selbst abhängig, ob Sound fett klingt oder eben nicht.

Its all about Psychoakustik, Baby!

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Oder könnt ihr dem ganzen überhaupt zustimmen?
Findet ihr dass man mit diesem Test die Diskussion um den MP3 / Vinyl Qualitätsunterschied beenden kann und wird sich für euch jetzt was ändern?

4 Responses

  1. wollexdp

    wer jedoch aus den testergebnissen ableiten möchte, dass es keinen hörbaren qualitätsunterschied zwischen den verschienden mp3-formaten, wav und vinyl gibt, der liegt falsch. vor allem sei darauf hingewiesen, dass mp3s mit niedrigen bitraten nicht (wie im test) aus professionellen quellen stammen, sondern eher aus der soundlichen kloake (zb durch grabbing bei youtube). zum anderen kommt es bei der hörbarkeit sehr stark auf die art und die qualität des ausgangsmaterials an. eine sehr gute dub-produktion mit hochwertig modulierten subbässen wird unter einer mp3-komprimierung genauso heftig schaden nehmen, wie qualitätsaufnahmen von echt-instrumenten.
    aber für den cluballtag und den durchschnitt der heutigen musikproduktionen ist der test (leider) repräsentativ. obwohl ich persönlich dem auflegen mit echtem vinyl im club nach wie vor mehr sexappeal abgewinnen kann.

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  2. medo

    Amen!! Vinyl kann mann noch immer nicht downloaden! das spricht für sich !!! eine mp3 nummer ist heute erschienen und morgen kann mann das schon herunterladen gratis !!!
    Und die meisten dj´s (möchtegern) können nicht mit platten auflegen oder damit umgehen, sehr traurig wenn mann sich einen dj nennt und das beste an dem ist das die hälfte von dennen angebliche Live djs sind ??!!! ahahahahah

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  3. wollexdp

    der „test“ (der keiner war) wurde mittels iTunes durchgeführt und war damit sinnlos. iTunes egalisiert den unterschied auf null.
    macht man den vergleich einer wav und einer mp3 zum beispiel mit traktor, dann ist er unüberhörbar bzw man spürt ihn sofort. der bass einer mp3 hat einfach keinen punch. er ist matschig und drucklos. er kickt nicht mehr.

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  4. wollexdp

    update: der „test“ (der keiner war) wurde mittels iTunes durchgeführt und war damit sinnlos. iTunes egalisiert den unterschied auf null.
    macht man den vergleich einer wav und einer mp3 zum beispiel mit traktor, dann ist er unüberhörbar bzw man spürt ihn sofort. der bass einer mp3 hat einfach keinen punch. er ist matschig und drucklos. er kickt nicht mehr.

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