Wer Breakbeats hört kommt an diesem Act kaum vorbei: Shut Up And Dance. Das sympathische Duo PJ und PJ aus London ist nämlich für die Entstehung des Sounds verantwortlich zu machen.


Mit ihrem gleichnamigen Label bauten sie unter anderem Acts wie die Ragga Twins auf und bescherten den Dancefloors der Welt Hits, wie „Raving I`m Raving“ welcher ihnen sogar einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde einbrachte. Anlässlich ihres neuen Albums „The Great British Public“, welches ab Oktober erhältlich ist führten wir ein Interview mit ihnen.

Partysan: Nach vier langen Jahren gibt es endlich wieder ein neues Album von Euch. Denkt Ihr ein Album bietet eine bessere Plattform für Eure Musik als einzelne Singles?

Shut Up And Dance: Seit zwei Jahren arbeiten wir nun dran – aber wir glauben, dass es sich gelohnt hat. Auf Alben kann man sich viel besser ausdrücken als auf Singles, einfach schon deswegen, weil man viel mehr Zeit hat um es zu produzieren. Es ist der selbe Unterschied, wie dazwischen ein kurzes oder ein langes Buch zu lesen.

Partysan: Ihr habt neulich gesagt, dass Ihr das neue Album vor allem über digitalen Download vertreiben wollt – könnt Ihr erklären was Euch dazu bewogen hat?

SUAD: Seitdem wir das damals gesagt haben, haben wir uns umentschieden… nun wird es ein dreifach CD Paket mit dem Album auf der ersten, einem live Mix von uns auf der zweiten und einer Bonus-CD mit heißen Remixen und exklusiven Tracks, die es sonst nicht zu kaufen geben wird.

Partysan: Das letzte Album „Reclaim The Streets“ war mehr zum Hinhören und Nachdenken als nur für den Dancefloor produziert. Wie würdet Ihr den Sound von „The Great British Public“ beschreiben?

SUAD: „The Great British Public“ ist Suht Up And Dance in Partystimmung! Das Album ist mehr was für die Beine, denn für den Kopf. Aber es lohnt sich auch auf die Lyrics zu achten, wie bei „Welcome To My Wildside“.

Partysan: Ihr wart die Erfinder dessen, was wir heute „NuSchool Breaks“ nennen – das ist schon eine Weile her… Was denkt Ihr über die Art und Weise wie sich die Musik seither entwickelt hat?

Es ist cool, wie bei allen neuen Szenen ist sie immer noch im Reifungsprozess… immer noch auf der Suche. Es entstehen so viele Stilrichtungen aus dieser Szene: housige Breaks, Bassline Breaks, minimale Breaks. Als Breakbeat entstand konntest du all diese Varianten in einem Set hören. Heut zu Tage neigt man eher dazu entweder das Eine oder das Andere zu spielen. Wir persönlich bevorzugen es alles in unseren Sets zu vermischen.

Partysan: Und wie denkt Ihr wird sich Breakbeat in Zukunft entwickeln?

SUAD: Hoffentlich wird es weiter wachsen, aber mit so vielen Leuten wie noch nie die sich eher Musik umsonst aus dem Netz laden als sie zu kaufen, sind wir uns da nicht so sicher.

Partysan: England war das Land wo alles angefangen hat… Wie sieht die heutige Szene dort aus und wie schätz Ihr die deutsche im Vergleich dazu ein?

SUAD: Die englische Breaks Szene ist gut. Ein Haufen Künstler und Labels die ihr Ding durchziehen, wenn man bedenkt wie viele Leute jedes Jahr beim Breakspoll erscheinen – die Leute scheinen es wirklich zu lieben. Aber ein paar reguläre Breaks-Partys mehr würden sicher nicht schaden. Die deutsche Szene ist auch sehr cool, wir lieben es da aufzulegen. Die Leute gehen immer sehr gut ab… und wer uns mal gesehen hat weiß, dass es bei uns meistens auch nicht anders ist.

Partysan: Was sind für Euch zurzeit die heißen Acts oder gibt es neue Talente auf die wir ein Auge werfen sollten?

SUAD: Ctrl.Z, SCAM, Deepcut, Breakfasterz, Autobots, Move Ya!… es gibt wirklich viele gute Künstler zur Zeit.

Partysan: Gibt es sonst noch etwas, was Ihr loswerden wollt?

Ja, checkt unsere Website aus, wenn Ihr mehr Infos sucht: www.shutupanddance.co.uk oder www.myspace.com/shutupanddancetunes. Und, wir können es kaum erwarten im Oktober wieder nach Deutschland zu kommen. Peace.

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