Plastikman goes Green. MUSIC MINUS CO2. minimize your IMPACT

30°. Der Wind weht. Das Haar sitzt. Wir sind genauso wie Wettertaff Haarspraydosen in den late 80´s. Wir schaden dem Ozonloch, das Ozonloch schadet uns, wir zahlen es dem Loch wieder heim und feiern: globalisiert!

Wir feiern… Überall, ob in Ibiza, zu Hause oder in den Clubs der restlichen Welt: wir gehen aus, um weltbekannte DJs und Live-Acts zu sehen und sie spielen exklusiv. Nur für uns fliegen sie von Detroit nach Tokio, von NY nach München über Madrid, Zwischenstopp Paris, Notlandung Rom, dann nach Berlin und wieder zurück.

Inklusive stinkigem Kohlendioxid Party für Party und bis zur Vergasung: Wir feiern! Jehuh!

Bald sind Gasmasken tragende Raver auf der Loveparade keine Mode-Erscheinung mehr sondern pures Endzeitszenario. Tja. Ihr habt keine Lust auf Techno-Party mit Mad Max und Tina Turner in der Donnerkuppel? Verständlich.

Doch wie kann man die unzähligen Flugmeilen eines international gebookten DJs vermeiden? Militante Birkenstockträger denken jetzt vielleicht an virtuelle Auftritte über das Netz oder an streng ökonomisch durchgeplante Booking-Dates von Booking-Kommunisten-Nazis, doch das ist und bleibt Öko-Utopie.

Mal ganz ehrlich: Mit exklusiven Acts aus A exklusiv eingeflogen nach B, macht man nun mal einen Club elitär, die Szene go wild und an der Tür sein Geld – aber auch unwiderruflich CO2, oder?

Na und?! Nun? Kein schlechtes Gewissen, ihr Partylöwen? Na ja.

Manchmal wenn man gerade dabei ist sein Hawaii-Hemd vor dem Spiegel zuzuknöpfen, hört man schon so eine verzweifelte Stimme ganz leise flüstern, nicht wahr?

Hilfe! Erde an Menschheit. Ich brauche Hilfe!

Erde an Menschheit. Hallo?!

Hm… Zeit zu handeln, dachte sich nun Richie Hawtin & sein Label M_nus: minimize your IMPACT heißt die Devise des Detroiters und die Initiative gleichen Namens verspricht Linderung für Mama Natur und Papa Ozon. Jep! M_nus verrechnet seit Anfang des Jahres bei www.atmosfair.de alle Flüge seiner Acts und Angestellten und finanziert somit andere Klimaprojekte im Gegenzug für die fiesen Klimagase, die nun mal entstehen, wenn ein DJ international gefeiert wird und hin und zurück fliegt wie ein Squash-Ball. Ganz einfach: Bei Atmosfair werden die Emissionen berechnet, die Umweltschäden kalkuliert und dann zur Kasse gebeten, um Projekte wie Solarenergie & Co zu finanzieren und somit den weltweiten CO2-Ausstoß zu minimieren.

Manch andere Labels könnten sich da schon eine Scheibe abschneiden und wenigstens mal anfangen zu denken. Richie hat das schon lange getan: Mit Beatport laden wir uns nun mal die neuesten Sets und Tracks digital runter – und keine Chemiepampe, sei es für Vinyl oder CD, fällt Mother Earth zur Last. Thanks for being vanguard, Richie.

www.atmosfair.de

Eine Antwort

  1. gohr

    Und macht Hawtin/Minus das immer noch?
    Für alle Flüge CO2 Ablass an Atmosfair leisten?
    Ich meine, die Aktion war schon vorbildlich …

    Antworten

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