Köllumne > Shut up in Dschalalabad!

„Was ist mit der Kolumne???“ krähts aus dem Hörer. „Schreib mal wieder was skandalööööses!“ Was denn? Dass bei Herrn Novy im Pacha Ibiza Backstage das eine mit dem anderen vertauscht wurde,,in viel zu großen Mengen und der Gute erst mal Stunden ausser Gefecht gesetzt war… oder dass ähnliches wohl einem Tiefschwarzen in London passierte, nur mit anderweitig verwechselten Substraten und anschließenden Verhaltensmutationen, der war halbnackt wohl alles andere als ausser Gefecht!

Ist das skandalös?
Nein!
Skandalös wäre, wäre es nicht so!
Und schade, dass Sven Väth das alles schon hinter sich hat und nur noch Bier beim Auflegen trinkt, wie er in einem TV-Interview erklärte. So dürfen wir sicher sein, dass bei seiner „Gude Laune“-Lallerei alles ganz unskandalös zuging. In allen 3 Fällen gehört das also eher in die Rubrik „Alter schützt vor Torheit nicht“.

Skandalös empfand ein Gast den Auftritt der Funky Chicken Band im Bootshaus und zwar so skandalös, dass er uns direkt anzeigte: „Erregung öffentlichen Ärgernisses, sexuelle Handlungen auf der Bühne“… etc.

Mein erster Gedanke: Das rahm ich mir ein!
Was den nur anstieß?
Dass Cybersissy direkt am Anfang ihren nackten Po zeigte, um zu beweisen, dass da Elektro drin ist?
Die hatte doch eh nur ne Ungerbugs an!
Oder dass Baby Jane kleinwüchsig ist und trotzdem in ner Rockband auftritt?
Ich finde das einfach einzigartig!
Oder dass Betty Bizarre so in ihrem Element war, dass sie mich beim versohlen fast ganz vergaß. Das tat MIR weh!
Oder waren es die afghanisch verschleierten Chorsängerinnen, die ausser dem Schleier nachher nichts mehr trugen.

Was will bitte dieser affektierte Spiesser von mir. War doch alles super!

Den Leuten hats gefallen und sogar die Klos waren renoviert. Ich stell mir gerade vor, ich steh vor Gericht und muss dort erklären, was die Funky Chicken Band so macht. „Ja eigentlich, Herr Richter, wollten wir zuerst alle ganz nackt auftreten aber das war uns dann zu minimal.“

Wirklich skandalös sind die Hispola und kurz vor Bums vereitelte Flüssigsprengstoffattentate auf USA-Flüge, jetzt zur Fashionweek, also kein eigenes Evian-PET mehr mit in den Clipper nach New York nehmen, vielleicht bald gar keine Getränke mehr… Darling, auch kein Vodka?

Security Check für Tomatensaft… wer weiß? Nur gut, dass trotz Nahost-Krieg, Bombenkofferfunden auf deutschen Provinzbahnhöfen und angesichts des Terrors allgemein, moralische Bedenken, ob denn Tanzen mit gutem Gewissen noch erlaubt sein kann, lange vom Tisch sind.

So bieten wir Fundamenta-Islamisten die Stirn und feiern weiter.

SHUT UP IN DSHALALABAD!

Der Theo

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