Wer kennt das nicht, man streift durch das Internet und immer wieder trifft man auf Artikel oder Grafiken, die einen scheinbar verfolgen. Nun bin ich nicht der Typ der der auf alles klickt was auch nur irgendwie anklickbar ist, allerdings kam ich nicht umhin auf ein Logo zu klicken, was mich von Mal zu Mal immer neugieriger machte.
Vielleicht lag es auch daran, das der Name auf dem Logo „Mixed in Key“ das Interesse meines alten Disc Jockey-Herzens weckte. Nachdem ich nun die Website von Mixed in Key betreten hatte wurde mir auch recht schnell klar, dass es sich bei Mixed in Key um eine Software handelt, die sich mit dem Thema “Harmonisches Mixen” auseinander setzt.
Jeder DJ der jetzt in Panik verfällt kann beruhigt sein, das ist nichts Neues und ihr habt auch nichts verpasst. Jeder DJ der ein halbwegs vernünftiges Set auf die Beine stellen kann macht sich das harmonische Mixen zu nutze, allerdings setzt jeder dafür sein Gehör ein. Je nach dem wie gut das Gehör trainiert ist funktioniert das harmonische Mixen mehr oder weniger gut.
Mixed in Key ist entwickelt worden, um dem DJ genau diese Arbeit ab zu nehmen. Mixed in Key analysiert die Tracks auf Geschwindigkeit und auf Tonart, in der der jeweilige Track produziert wurde. Seine Trefferquote liegt dabei auch sehr hoch gegenüber anderen Programmen, die in etwa das gleiche können. Im Housebereich liegt die Trefferquote bei stolzen 80% wobei im Pop-Rock-bereich die Trefferquote auf ca. 77% fällt, was aber immer noch ganz beachtlich ist.

Aber Vorsicht!

Jeder DJ der sich nun mit der Hand an die Stirn klatscht und sich denkt:”Das isses, das brauch ich!”, der sei gewarnt. Harmonisches Mixen allein ist nicht der Schlüssel für ein brennenden Dancefloor. Harmonisches Mixen ist auch nicht für jeden DJ geeignet. Nur bei den wirklich mixenden DJs, Mashup-Performern oder bei DJs die eigene Soundschnipsel oder Samples beim Mixen verwenden, ist harmonisches Mixen angebracht, um nicht ein Soundchaos mit diversen Soundschnipseln zu erzeugen. Es ist auch zu bedenken, dass Änderungen in der Geschwindigkeit eines Tracks auch Veränderungen in der Tonlage eines Tracks mit sich bringt. Es ist auch durchaus möglich, dass zwei Tracks nicht mit einander harmonieren, obwohl deren Tonarten mit einander harmonieren sollten.

 

Die Chamelot Methode

Um das Ganze nun etwas anschaulicher zu machen, wenden wir uns der “Chamelot Uhr” zu, die die Methode nach dem Quintenzirkel vereinfacht.

Nach der Chamelot-Methode sollten nur an einander angrenzende Tonarten mit einander gemischt werden, damit keine Disharmonien entstehen.
Zum Beispiel hat unser gerade laufender Track die Tonart A Minor (8A), jetzt könnten wir darauf Tracks mit den Tonarten D Minor (7A), E Minor (9A), C Major (8B) oder um dem Mix einen gewissen Schub zu verleihen die Tonart B Minor (10A) dazu mixen.
Dies setzt natürlich vorraus, dass der DJ weiß, mit welcher Tonart er es bei seinem aktuell laufenden Track zu tun hat und hier kommt nun Mixed in Key ins Spiel.
Mixed in Key kann die Tracks im Vorfeld einlesen und kann uns die Tonart anzeigen und für Digital DJs sogar einen Vermerk beim Track machen, sodass der DJ beim Mixen recht schnell überblicken kann, welcher Track für seinen Mix überhaupt in Frage kommen könnte. Die Handhabung von Mixed in Key ist dabei recht einfach, das Programm ist in der Lage, einzelne Tracks oder Ganze Ordner zu analysieren.

Für Digital DJs ist hierbei vielleicht ganz interessant, dass man in den Voreinstellungen vorgeben kann, wo Mixend in Key einen Vermerk machen soll. So kann dieser z. B. vor dem Titel oder vor dem Artist stehen. Programme wie das Traktor haben eine Extraspalte im Browser, die sich Key nennt und dort kann Mixed in Key natürlich auch die Eintragung machen, sodass man seine Tracks kinderleicht nach Tonarten sortieren kann. Allerdings benötigt das Programm zum Arbeiten eine Internetverbindung, da die Analyse online durchgeführt wird.

 

Fazit

Mixed in Key ist ein weiteres tolles Tool im Bereich des Harmonic Mixings. Harmonic Mixing ist zwar nicht die Grundvoraussetzung für ein gelungenes Set aber kann schon sehr hilfreich sein, wenn es darum geht Mashups zu performen oder seine Track mit eigenen Samples, Vocals oder ähnlichem zu erweitern.
Auf Grund der einfachen Handhabung, einer super Übersichtlichkeit und einem schmalen Preis von 59,00 $ ( ca. 40,00 €) ist Mixed in Key eine klasse Erweiterung im Bereich des harmonischen Mixens.

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