Troy Pierce > Gone Astray

Troy Pierce is still here, wie man auf der A-Seite seiner neuen Double-Vinyl Gone Astray EP hören kann.
Even If It´s Alone lässt einen gleich zu Anfang erahnen, dass Mr. Pierce für uns erwartungsgemäß experimentell und düster Richtung Psychedelik rumgetüftelt hat.

Die Bässe rollen, so wie man das vom Minimalisten Numero 1 gewohnt ist, der Delay-Sound vieler Töne extrahiert sich wunderschön extra-ordinär vom methodischen Klangbild und die Snare- und Basedrum-Einstiege erzählen von ihrem eigenen Leben, von Polyrhythmik und Thema-Exkursion.

Aber diesmal spielt Troy sehr viel mehr als gewohnt mit dem Minimalismus sich wiederholender Synthie-Sounds und dissonanter Melodien, die irgendwann aus der Gewohnheit ausbrechen  und unsere Psyche dazu animieren, die Töne interaktiv mitzudenken und sich virtuos mit zu fühlen.

Man könnte fast denken, manche Baselines  so gemein und perfide sie sich anhören leben und versuchen mit unserem Darm zu kommunizieren. Nor-Adrenalin-Ausschüttung im Club inklusive!

Ich sag euch da nur: Ab Go Without Me (Come Back) über Klitkut bis zum EP-Ende namens Finished hört das nicht mehr auf, einen totalitären, euphorischen Tanzwahnsinn voranzutreiben. Wird eine minimale Clubbombe!

Der Avantgarde sei Dank; dankt Troy.

Ach ja: Der Louderbach-Remix von Even If It´s Alone ist was ganz spezielles!

Auf der CD EP warten außerdem zwei digitale Bonus Tracks namens Word und Go Without Me (Stay Away) auf euch.

TXT by Leon Mabu

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