Ibiza, gerade erst angekommen und schon der Griff zur Klimaanlage. Es ist heiß, die Sonne brennt und die ersten mediterranen Urlaubsgerüche dringen von außen ins Auto. Es riecht nach Sonnencreme, gutem Essen und nach Meer. Die Sonnenbrille wird für die nächsten Tage zum wichtigsten Mode-Accessoire und wer noch nie in Ibiza war, weiß nicht, dass zum perfekten Leben eigentlich nur ein Paar Flip Flops genügen.

Was macht diese Insel bloß zu so etwas besonderen, worin genau liegt diese Magie? Ein kosmischer Ort, nur einen Katzensprung von den tristen Metropolen Europas entfernt und der Treffpunkt der internationalen Clubszene im Sommer. Und seit jetzt schon sieben Jahren ist die Insel endlich auch angekommen im Techno- und Tech-House-Universum.

Vorbei sind die Zeiten in denen Balearic Beats im Wechselspiel mit englischen Clubsounds den Ton der Insel angaben. Klar, Acid-House schaffte hier den Sprung aus Londons Underground hinaus in die Welt, aber das war es auch schon. Inzwischen redet alle Welt nur noch vom deutschen Tech-House-Wunder, Cocoon, der CocoonClub, Ibiza und Frankfurt, Cocoon Recordings aber auch befreundete Acts wie Ricardo Villalobos, Tiefschwarz, Andre Galluzzi, Tobi Neumann und viele mehr, sie alle geben inzwischen den Ton an, und wie einst Anfang der 90er zu Acid House Zeiten ist auch dieses mal Ibiza wieder das Sprungbrett.

Nur mit dem kleinen Unterschied, dass hier über sieben Jahre kontinuierlich was aufgebaut wurde ohne äußere Hypes und mediales Interesse, kein Erfolg über Nacht, kein S-Express, sondern unsere stetig gewachsene und house- und techno-verliebte Partykultur. Der Sound und der Vibe von frühen Love-Parades, Love Parks, Green & Blue, dem Omen, dem E-Werk und und und… wir waren da. Endlich, könnte man fast sagen.


Die Welt horcht auf. Was passiert da gerade in Deutschland? Was ist das für eine Szene? Wieso kommt hier so verdammt viel gute Musik her? Egal, es ist wie es ist, und für viele von uns, war es sowieso schon immer so. Und einer war von Anfang an dabei: Sven Väth!

Natürlich führt die zurückliegende Cocoon Ibiza-Saison diese Entwicklung konsequent fort. Zum siebten mal in Folge wurden alle Rekorde gebrochen und die Besucherzahlen wieder getoppt. Aus eigener Kraft gestemmt ohne die Unterstützung eines Major-Sponsors. Kein Werbe-Großangriff, keine große Medienpower. Auch wenn es abgedroschen klingt, aber: Music was the key!.

Inzwischen ziehen mehr und mehr Clubs auf der Insel nach und schon jetzt wird mit Spannung erwartet was Cocoon in 2007 wohl machen wird. Aber bis dahin gibt es erst mal wieder den ultimativen musikalischen Rückblick auf die zurückliegende Saison. Neben den großen Hits (This Is Sick, Dump Track, Nam Nam) finden sich auch jede Menge neuer Perlen und Schätze auf den beiden Doppel-CDs, die Cocoon-Head Sven Väth wieder als Night und Day Mixes angelegt hat.

Aber auch hier soll die Musik für sich sprechen, und muss nicht erklärt werden. CDs einlegen, die besten Fotos von der letzten Afterhour am Strand rausholen, eine Flasche Rioja aufmachen, Weißbrot und Aioli auf den Tisch und schon mal wieder auf den nächsten Sommer freuen… fast forward 2007!

The Sound of the Seventh Season









Tracklisting CD 1:
01. Heartthrob  Baby Kate
02. Audion  Mouth to Mouth
03. Deetron  The After Life
04. Raudive  Here
05. Trentemoeller  Nam Nam
06. Misc  Movie 6:00 a.m.
07. Agoria  Code 1260
08. Planet Jazz  Monster (Robert Babicz Variation)
09. Adam Proll  Hummel
10. Tom Pooks  Pablos Assan`s
11. Dominik Eulberg  Bionik
12. Joris Voom  Many Reasons

Tracklisting CD 2:
01. Jesse Somfay  Small Pebbled Forest 2005 Edit
02. Andromat 3000 & Jan  Entr´acte Music
03. The Mole  In My Song
04. Guy Gerber  Belly Dancing (Unreleased)
05. Cobblestone Jazz  Dumb Track
06. Solid Groove  This Is Sick
07. Ichundu  Hey (Tiefschwarz Retouch)
08. Jamie Jones  Amazon
09. Tolga Vidan  Abstract Prologues
10. Roman Flügel  Mutter
11. Cobblestone Jazz  India In Me

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