Es gibt sie noch. Konzeptveröffentlichungen bei denen nicht wahllos irgendwelche Tracks der Labelbeheimateten Künstler zwecks Abverkauf zusammengewürfelt werden. Sicher, man muss die Augen und vor allem Ohren nach solchen Releases gut aufhalten. Umso mehr jedoch wird man dann belohnt.

Mit der ersten aus einer ganzen Reihe von anstehenden Veröffentlichungen überrascht derzeit die Crew von My Favourite Freaks. Unter dem sinnvollen Namen „Concept“ fügen sich bei der 01 vier treibende Tracks wie Puzzleteile ineinander. Trotz der unterschiedlichen Genres von Techhouse bis Techno schlagen die verschiedenen Artists in die gleiche Qualitätskerbe. Produktionsniveau vom Feinsten trifft auf zukunftsweisenden Style, der es in sich hat die internationalen Tanzflächen und Dj-Bags zu erobern.

Als angenehmer Nebeneffekt veröffentlicht My Favourite Freaks die monatlich erscheinende Reihe ausschließlich auf Vinyl – eine bedingungslose Ansage gegen den immer schneller vor sich hintreibenden Musikmarkt. Hier wird klar auf Klasse anstatt auf Masse gesetzt.

Allen voran Christian Smith zimmert mit seinem Track „Drive“ eine wahre Hommage an Peaktime orientierten Techno, der es in sich hat. Mit einer Kombination aus zirkulierenden Bassläufen und schnalzenden 909 Hi Hats verschafft sich der Track schnell den nötigen Raum, um mit seinen pulsierenden Synthies keine Fragen offen zu lassen.

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Als ebenfalls sehr gelungenen Kollaboration zeichnet sich die Zusammenarbeit von M.in & Yost Koen aus. Hier haben sich zwei Artists gefunden, die ihr Handwerk verstehen und Herz und Seele in einen technoid anmutenden Tech House Track verfrachtet haben. Schon nach den ersten Taktschlägen ist hier kein Halten mehr und eine wunderbare Euphorie ergreift den Hörer.

Auch die Produktionen von Hermanez und Danny Serano funktionieren bedingungslos im Club. Zeitloser Techno mit analogen und doch treibenden Elementen, die direkt dort ansetzen, wo sich die Endorphinsteuerung befindet.

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Martin liebt drückende Bässe, die nicht nur den Magen berühren sondern auch den Geist zum Tanzen bringen. Dreckige Clubs stehen generell oben auf der Liste, während der Hochglanzladen mit Glastheke eher unbesucht bleibt. Immer auf der Suche nach dem neusten Beat, dem frischen Groove und dem mitreißenden Sound schreibt Martin seit Jahren für unterschiedliche Musikmagazine und Blogs ohne dem großen Hype hinterherzulaufen.

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