Glaubt nichts, was in den Charts steht! Soma deckt Beatport Charts Betrugsversuch auf.

dj download charts betrugDie schottischen Underground Techno Pioniere haben letzte Woche einen kleinen Download Skandal aufgedeckt.

Auf Freelancer.com, einer Webseite auf der man Leute für Webjobs, wie Grafik, Programmierung, Schreiberein oder sonstige Webworker Jobs suchen und anheuern kann haben Soma eine Stellenanzeige gefunden in der jemand gesucht wurde der gezielt bestimmte Tracks auf Beatport, Itunes, DJ Download kaufen sollte.

50 – 100 Downloads sollten von demjenigen gemacht werden der den Job angenommen hätte. Und zwar jeder Download von einem anderen legalen Account, mit verschiedenen Kreditkarten oder Paypal Accounts damit die ganze Sache nicht auffällt.

Der Anbieter des Jobs suchte ausdrücklich nach jemand der an einer langfristigen „Arbeit“ interessiert wäre. Wenn alles gut gelaufen wäre, hätte der Anbieter 500 Downloads pro Woche geordert, jeweils für einen Lohn von 300 Pfund. Plus die Auslagen für die Downloads natürlich.

Interessanterweise wurde jemand gesucht der schon Erfahrung in solcher Massendownloads hat. Was bedeutet dass es da draussen wahrscheinlich tatsächlich Leute gibt die gegen Bezahlung bestimmte Tracks von bestimmten Künstlern auf verschiedenen Download Portalen einkaufen um die Charts gezielt zu beeinflussen.

Nach dem Soma den Link zum Download-Fake-Job auf Facebook gepostet hat ist das Angebot bei Freelancer.com sofort gelöscht worden. Auch der Post auf der Facebookpage von Soma ist inzwischen verschwunden.

Dave Clarke hatte auf Twitter den Vorfall schnell aufgegriffen und berichtet dass es schon seit längerem Gerüchte über eine Londoner Management Agentur gibt die solchen Manipulationen betreiben. Nur bei skruff.com gibt es noch Screenshots des „Dark Hat PR Lobbyismus“ Stellenangebotes.

Wir haben aufgrund dieser Geschichte mal bei einem ähnlichen Webworker Portal nachgesehen und dort tatsächlich auch Stellenangebote gefunden wo Leute gesucht werden die bestimmte Apps dowloaden, gute Reviews schreiben oder sonstige offensichtlichen Manipulationen betreiben sollen.

Sicher.
Schockiert hat uns das nicht wirklich da es ja schon immer und immer wieder Verdächtigungen auf Chartmanipulationen gab.
Der kleine Blick hinter die Kulissen und Strukturen solcher Bescheißereien ist aber doch interessant.

Also Leute, Musiclover und Decksharks da draussen: Glaubt nichts, was in den Charts steht!