Ein Leben ohne YouTube ist nicht mehr denkbar. Tutorials, lustige Failvideos und vor allem viel Musik werden jeden Tag über 180 Millionen Stunden weltweit konsumiert. 2019 könnte damit Schluss sein, wenn Artikel 13 der EU Urheberrechtsrichtlinie in seiner extremsten Form umgesetzt wird.

UPDATE, Februar 2019

Untenstehend findet ihr ausführliche Infos zum Thema „Artikel 13“, hier ein Update vom 14.02.2019: Die EU-Komission hat den finalen Entwurf vorgelegt, der jetzt noch vom EU-Parlament verabschiedet werden soll. Demnach müssen profitorientiere Unternehmen (also YouTube, Facebook, Soundcloud…) beste Bemühungen anstellen, um urheberrechtlich geschützte Werke zu schützen und daher jedes Files vor Veröffentlichung prüfen. Am einfachsten geht das durch Uploadfilter, durch die jede Datei gehen muss und bei Bedenklichkeit nicht im Netz  veröffentlicht wird. Damit liegt der Artikel 13 in seinem finalen Entwurf jetzt in seiner extremsten Form vor, die diskutiert und angekündigt wurde.

Neu ist die Diskussion um eine Veränderung des Urheber- und Leistungsschutzrechts in der EU und die damit verbundenen Folgen für die Inhalte bei YouTube und vor allem die Musik nicht. Das Verfahren nimmt jetzt aber wieder Fahrt auf, da das EU-Parlament nach seiner Sommerpause einen neuen Entwurf gebilligt hat und sich auch YouTube-Chefin Susan Wojcicki aktuell an die YouTuber gewendet hat, da sie natürlich fürchtet, dass dadurch weniger Content auch weniger Werbeeinnahmen für ihr Unternehmen entstehen.

Upload-Filter entscheiden, was ins Netz kommt

Durch sogenannte „Upload-Filter“ sollen sich nicht mehr die Uploader von YouTube-Content um die Einholung der Recht kümmern, das passiert dann automatisch durch die Filter-Software, da die Haftung der Urheberrechte voll auf die Plattformen übertragen werden soll. YouTube, Facebook, Instagram und Kollegen sind dann also in der Pflicht! Für alle Musikschaffenden ist die Entscheidung vor allem bezüglich YouTube wichtig, da hier die meiste Musik verbreitet und konsumiert wird und es ein wichtiges Tool für die Musikvermarktung ist. Der Schutz von Urheber- und Leistungsschutzrechten ist generell wichtig, die Lösung durch automatisierte Filter aber sicher nicht die richtige.

Europäische Inhalte werden von US-Firmen gefiltert

Die Algorithmen werden wahrscheinlich auch viel Musik blockieren, für die eine Nutzung bei YouTube individuell abgeklärt ist und Künstlern somit ein Weg versperrt wird, Fans und Kunden zu erreichen. Außerdem stellt sich auch die Frage, ob es richtig ist, dass europäische Politiker die Entscheidung über die Inhalte im Netz irgendwelchen amerikanischen Firmen überlassen, wie ganz richtig in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung steht! Ein sehr komplexes Thema, mit dem sich aber alle YouTuber und Musikmacher auseinandersetzen müssen und für sich entscheiden müssen, wie sie damit umgehen wollen. Gut und übersichtlich erklärt wird das Thema von der Tagesschau in einem #kurzerklärt.

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Wie steht ihr zu dem Thema? Findet ihr es den richtigen Weg in die Zukunft des Urheberrechts, oder ist es eine weitere, unnötige Zensur für Contentersteller und vor allem Musiker? Feel free und lasst uns eure Comments da!

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