TRAKTOR DJ Studio 3 …die brandneue Version der DJ-Software von Native Instruments, kommt mit einer Vielzahl neuer Funktionen.

Bevor wir uns diesen zuwenden, zuerst einmal eine kurze Erläuterung der grundlegenden Funktionalität des Programms, für all diejenigen von euch, die auch die Vorgängerversionen nicht kennen.

TRAKTOR ist eine Mixsoftware, die deine Plattenkiste, die Turntables bzw. CD-Player, den DJ-Mixer, EQs, Effekte und noch so einiges mehr aus der Hardware-Welt vergessen macht bzw. ergänzt.

Und das geht so:
Die Plattenkiste ist der Track Browser. Dort werden die Soundfiles auf deiner Festplatte nach Kategorien bzw. Orten gelistet.
Spielbar sind so ziemlich alle gängigen Formate ( *.wav, *.aiff, *.mp3, *.ogg etc.).
Hast du einen moshen Track per Vorhörfunktion gefunden, lässt dieser sich per drag and drop auf eines der 4 ! Decks ziehen.
Standardmässig wird der soeben ausgewählte Track auch gleich analysiert, und dir werden Länge, BPM und gegebenenfalls auch die Informationen aus den ID-Tags angezeigt. Diesen Titel kannst du jetzt starten, dann suchst du dir den nächsten Track und ziehst den im laufenden Betrieb aufs nächste Deck.

Dank beat-matching-Funktion entfällt das lästige ? pitchen und siehe da…die Tracks laufen synchron…in den meisten Fällen zumindest. Wenn nicht, lässt sich da natürlich noch manuell was machen…deine DJ-Skills darfst du schon noch zeigen. Anders als an deinen Turntables hast du hier jedoch die Möglichkeit die originale Tonhöhe bei gleichzeitiger Geschwindigkeitsveränderung zu erhalten…also Time-Stretching in Echtzeit (in überzeugender Qualität).
Das alles geht so schön einfach, dass nun genügend Zeit da ist, die Effektkiste aufzumachen. Als da wären: Reverb, Delay, Filter und mein persönliches Lieblingstool, der Beatmasher….alles pro Kanal wohlgemerkt.

Zentrale Mixeinheit ist der DJ-Mixer mit verschiedenen, der realen Welt nachempfundenen Mixeremulationen. Das macht Sinn, hat jeder Mixer doch seinen ganz eigenen Sound. In der neuen Traktor-Version wurde der Allen&Heath Xone:92 4-Band-Mixer implementiert, der mit seinen seidigen EQs (mit relativ breitem Q-Faktor aber softer Verstärkung/Absenkung) überzeugen kann.
Crossfader und verschiedene Vorhörfunktionen, die man natürlich nur bei entsprechender mehrkanaliger Soundkarte voll nutzen kann, runden den guten Eindruck ab.

Damit das jetzt hoffentlich entstehende Mixing-Feuerwerk auch der Nachwelt erhalten bleibt, gibt es die Möglichkeit alle Mixerbewegungen mittels sogenannter Native Mix Technology zu speichern. Dabei werden eben nur die Automationsdaten aufgezeichnet, nicht aber die Audiofiles. Dieser Mixfile lässt sich dann auf Grund seiner recht kompakten Grösse mit anderen Traktor-Usern austauschen, vorrausgesetzt dein Tauschpartner hat die gleichen Tracks auf seiner Festplatte.

Neu in Traktor3 ist neben dem oben erwähnten Allen&Heath-Mixer, den 2 hinzugekommenen Decks und den neuen Effekten, die direkte Anbindung an Beatport (www.beatport.com), einem Online-Musicstore, der auf Dance-Themen spezialisiert ist. Ob dort das richtige für euch dabei ist, müsst ihr selbst entscheiden. Für alle Internet-Muffel bleibt immer noch die Möglichkeit, das vorhandene Vinyl selbst zu digitalisieren (das geht übrigens auch direkt in Traktor3), oder doch zu den guten alten 1210ern zu greifen.

Das Programm lief bei mir in der Beta-Version sowohl unter Windows als auch unter OS X sehr stabil , und ist mit Sicherheit ein ernstzunehmendes, professionelles DJ-Tool, das auch noch richtig Spass macht.

Nourdin Ghanem
Direct Input – Die Computermusikschule

PARTYSAN.net und Native Instruments verlosen 1 x TRAKTOR 5 an Communitymember.
Maildet euch unter Angabe eures Nicks und dem Codewort „Traktor-Pulling“ beim webmaster@partysan.net Wer zuerst mailt – mixt zuerst.

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