Marco Remus – von Anfang an mit starken Nerven

Seine Karriere begann 1994 in Ostdeutschland, ein paar Jahre nach der Wiedervereinigung, als die Ostdeutschen Städte und deren Fabriken nach und nach geschlossen wurden, Haufenweise Industriehallen brach lagen und die jungen wilden den Drang nach Freiheit im Underground auskosteten.

Marco war einer der ersten Musiker in seiner Heimat Sömmerda(Thüringen), der seine Leidenschaft auf privaten Partys teilen konnte und sich binnen kürzester Zeit in die Herzen der noch jungen Techno-Szene spielte. Ein paar Jahre sollten dennoch vergehen, bis er schließlich zur Jahrtausendwende sein eigenes Plattenlabel Nerven Records gründete.

In Folge waren weitere Veröffentlichungen auf Kiddaz.fm und DJ Rush´s Label Knedeep geschafft. Knapp 50 Veröffentlichungen finden sich bis heute auf seiner Label-Palette, eine Runde Sache gepaart zu seinem Geburtstag(38.Jahrestag), den Marco in diesen Tagen feiert, zusammen mit DJ Rush im Berliner Mikz Club.

Marco, neben Studioarbeit und dem alltäglichen DJ-Dasein, ein Label wie Nerven Records zu betreiben, bedeutet viel Arbeit. Auf welche Zerreißproben stellt man dabei ein?
Immer wieder neue Ideen zu finden. Musikalisch sich zu öffnen um nicht auf einer Stelle zu treten. Und wichtig ist es auch neuen Künstlern ne Chance zu geben.

Gab es in Deiner Karriere einen Punkt mit der Überlegung alles hinzuschmeißen?
Oh ja dieser Punkt ist noch garnicht so lange her.

Wie gestaltet sich die Zukunft von Nerven Records?
Wir nehmen bei Nerven Records ab 2013 wieder die Arbeit auf. Es war mir wichtig das Label jetzt mal für eine weile ruhen zu lassen um dieses Schubfach denken ”Nerven bedeutet Hardtechno” weg zu bekommen. Ich möchte gerne ab 2013 schönen guten Techno drauf releasen und freue mich auf viele neue Künstler.

Wie schwer ist es aus Sicht eines Veranstalters in Berlin eigene Partys zu organisieren?
Schon etwas schwer. Berlin ist ne grosse Stadt wo sehr viel passiert und da ich ja erst seit ende 2010 wieder in Berlin lebe, brauch es seine Zeit sich da wieder zu etablieren. Aber wir sind dabei mit ”Come to Daddy” unsere Geschichte zu schreiben :).

Vermisst Du die Anfangszeit der noch damaligen Rave-Szene, kurz nach der Wende 1989?
Ja in manchen Momenten schon aber die sind eher selten. Man muss die Szene immer so nehmen wie sie ist. Die Zeiten haben sich nunmal verändert und damit auch die Szene. Denn 1989 war auch nicht alles cool und ich erlebe die  heutige Technoszene  sehr positiv.

Welches Ereignis hat Dich in 2012 Besonders beeindruckt?
Die Geburt von Familie Kehlers Tochter Rebecca aka Becke. Es gibt glaub ich nichts schöneres auf dieser Welt Papa & Mama zu werden . Und es war dieses Jahr für mich das schönste Ereignis daran indirekt Teil nehmen zu dürfen.

Was können wir in 2013 von Dir erwarten?
Ich werd ab 2013 einiges nachholen. Schon lange sollte mein Album ” Fish & Chips” draussen sein. Dann liegen ein paar Remix anfragen vor die gecheckt werden müssen.

Was verbindet Dich mit DJ Rush?
Uns verbindet eine  sehr lange Freundschaft, ich glaub weit über 10 Jahre mit viel Respekt und Ehrlichkeit für einander. Es ist für mich immer wieder auf’s neue schön Dinge mit Rush zu teilen. Und es erfüllt mich jedesmal mit  Stolz seine Weiterentwicklung mit zu erleben.

Am 09. November veranstaltest Du im Mikz Club Berlin die Partyreihe „come to daddy“. Ein Jahr liegt nun hinter dieser Event-Reihe. DJ Rush war bislang ein ständiger Gast im Tresor Club, wo auch Du unzählige Auftritte verzeichnen konntest. Was ist das besondere am Mikz Club in dem selbst Rush das erste Mal zu Gast sein wird?
Ich freu mich erstmal riesig auf das Bday Weekend im M.i.k.z. Club. Ich mag den Club sehr, allein wegen den Leuten die da drin arbeiten und jedes mal auf ein neues all ihre Kraft und Energie da reinstecken. Desweiteren ist die Atmosphäre im Mikz ziemlich cool und optisch ist der laden auch sehr gut. also alles im allem ein sehr guter Berliner Club wo man sich sehr wohl fühlt.

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