Dani, wann hast Du angefangen Musik zu machen?

Angefangen…? Das ist eine abstrakte Frage. Man könnte sagen, dass ich mit meiner kleinen Schwester angefangen habe, so mit 4-5 Jahren, während wir mit Rollschuhen unterwegs waren.

Und professionell?

Etwa Mitte bis Ende der 80er kamen die ersten Schritte. Vor etwa 4-5 Jahren begann ich mit meinem jetzigen Ehemann, Mathew Herbert zu produzieren. Das war der Meilenstein.

Ist das aktuelle Album Dein erstes Eigenes?

Ja. Das ist meine Musik, die ich in meinem Homestudio produziert habe und die dann später in einem professionellen Studio überarbeite wurde.

Dani Siciliano - Matthew Herberts bessere HälfteWas erwartet die Leute, wenn Du live spielst? Singst Du zu deinen Platten, die Du auflegst?

Nein. Nicht mehr. Das habe ich aber schon getan und würde es vielleicht auch wieder tun. Ansonsten singe ich oder lege Platten auf.

Was hast Du vor dem Musikproduzieren gemacht?

Ich habe in San Francisco etwa 8-9 Jahre als DJane gearbeitet. Das war nicht immer einfach, denn um zu überleben, kamen noch einige Jobs, wie Fahrradkurier oder Kindermädchen dazu.

Was möchtest Du den Leuten mit Deiner Musik vermitteln?

Ich denke, es ist eher eine Art Botschaft an mich selbst, nicht nur textlich, sondern auch musikalisch. Das ist das erste Projekt dieser Art, in welchem ich die Texte und die Musik selbst geschrieben habe. Es handelt von mir und wie ich versuche, mich in die Musik hineinzuversetzen.

Was ist Dein nächstes Projekt? Etwas außerhalb der Musik?

Ja. Ich würde gern Schuhe produzieren. Mmmhh… Ich träume von Schuhen, die ganze Zeit. Da gibt es einen Schuster in London, der macht total geile Schuhe und den habe ich gefragt, ob ich nicht bei ihm arbeiten könnte, ohne Bezahlung, nur um es zu lernen. Aber das hätte sicherlich zeitlich nicht geklappt, da ich viel unterwegs bin. Na ja abgesehen davon, werde ich wohl mehr Musik machen.

Welchen Traum würdest Du Dir gern erfüllen?

Nun es ist nichts persönliches, aber ich wünsche mir, dass sich auf diesem Planeten massiv etwas ändert – die Menschen sorgsamer miteinander umgehen.

Und Dein schlimmster Albtraum?

Wie sich derzeit alles entwickelt.

Was ist Deine Meinung zu Eurem Präsidenten Georg Bush und dem Gouverneur Arnold Schwarzenegger?

Ich schäme mich. Punkt. Ich schäme mich dafür, dass ein Land Georg W. Bush erlaubt hat, gewählt zu werden. Das hätte wirklich nicht passieren sollen. Unglücklicherweise war ich auch in London, als Bush kam und hatte am gleichen Tag eine Show. Ich beschloss, in einem schwarzen CIA-Anzug zu eröffnen und „he is in the country“ zu sagen. Als ich im Anzug auf die Bühne kam, verstanden dies die Leute und es gab etliche Buhrufe. Unglaublich. Arnold Schwarzenegger, das konnte ich nicht fassen. Seine Frau kommt aus einer demokratischen Familie, ist eine Kennedy und er ist Republikaner! Dieser ganze Wahlzirkus in den USA ist unfassbar. Die Leute denken alle, dass Kalifornien ein sehr liberaler, offener Staat ist. Dabei war er immer schon sehr konservativ und stets in republikanischer Hand. Es geht um sehr viel Geld, um Banken und Hollywood. Es ist schon merkwürdig, dass Leute lieber jemanden wählen, den sie von einem Film kennen, als jemand der sich mit geschriebenen Worten auseinandersetzt und politisch etwas auf den Kasten hat. Das ist traurig und deprimierend.

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