Es gibt Acts, da weiß man sofort, dass einen entspannte Ambientklänge erwarten. Es gibt aber auch Acts, da weiß man, hier bekomm ich die volle Dancefloorabfahrt. Und es gibt Nico Purman, der auf seinem neuen Album einfach alle Sounds abdeckt.

Nico Purman ist ein Soundtüftler, Soundentdecker und Soundentwickler, der gerne abseits vom Erwartbaren arbeitet. Seine bisherigen Produktionen erschienen zum Beispiel auf Vakant und Crosstown Rebels, die beide als experimentierfreudige Labels bekannt sind. Für sein neues Album greift Nico jetzt aber nicht auf die Arbeit eines externen Labels zurück, sondern bringt es auf seinem eigenen „Art Of Memory“-Label raus. Auf zwei gesplitteten Platten (eine kommt im Februar, eine im März) zeigt Nico die ganze Bandbreite seines elektronischen Schaffens. Los geht es mit drei Ambientnummern, die mit ganz wenig Bass und Rythmus auskommen und allein durch ihre Harmonien und Akkorde wirken. Dann geht es weiter in etwas schräge Technowelten, die durch ein gerade Beatgerüst aber immer schön zusammengehalten werden. Nach einem kleinen Breakbeatausflug verabschiedet Nico Purman die Zuhörer dann mit einer schönen Downbeatnummer aus dem Album.

Eine Steilvorlage für Remixe

Das Album „AOM002“ ist keine leichte Kost, die man mal nebenher auf der Fahrt in den Club hört. Es ist aber schöne Kost für alle, die sich auch mal gerne abseits der durchgehenden 4/4-Beats bewegen. Schon beim ersten Durchhören entdeckt man einzelne Akkorde, Melodieschnipsel und Sounds, die besonders herausstechen. Eine Steilvorlage für ambitionierte Remixer, sich die Albumtracks vorzunehmen. Wir sind gespannt, ob ein Remixpaket folgen wird!

Hier schon mal der erste Part von „AOM002“ zum Vorhören bei Soundcloud!

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