„Before, my music often felt dark and maybe a bit forced. This time I just let things happen and everything just fell in its right place“


Agoria aka Sebastian Devaud aus dem französischem Lyon ist einer der aufregendsten elektronischen Musiker der Gegenwart. Seine Kunst liegt sowohl in der raffinierten Balance zwischen intimen, akustischen Songs und groovenden Clubtracks, als auch in der Verbindung von bezaubernd schönen und sphärischen  Detroit-Techno, dem französischen Verständnis für Pop und und einem freien, von Jazz inspirierten Musikverständnis.

Sein drittes Album „Impermanence“ ist sowohl anmustig und zart, als auch mächtig und durchdringend. Das Sahnehäubchen sind die herausragenden vocal-features von Kid A,  Seth Troxler und Carl Craig.


Wie der Titel schon andeutet, findet das Album seine Inspiration im  stetigen Bewegungszustand von Musik, der sich in kontemplativen Soundpieces, intimen akustischen Songs und antreibenden Clubtracks niederschlägt.

Einige Töne am Klavier leiten das Album ein und hin zu der vokalen Entdeckung von „Impermanence“ – die Stimme der gerade 20jährigen Kid A aus Virginia, USA. Mit „Kiss My Soul“ begründet ihre Stimme den vertraulichen Sound des Albums, der mit dem dubby house Stück „Soulless Dreamer“ anhält.

Hier ist es der in Berlin lebende DJ Seth Troxler, der die Hörer mit seinem markanten Flüsterton zum „sich treiben lassen“ verführt. Immer wieder tauchen Streicher und Klavier auf, manchmal in überraschender Gestalt wie die Stradivari, die im Stück „Panta Rei“ als Rave Signal auf die Tanzfläche lockt. Demgegenüber ist „Under the River“ ein üppiges Ambientstück, deren gedämpfte Bläserklänge zu einem nächtlichen Spaziergang einladen.

In „Speechless“ tritt Carl Craig als Sänger in Erscheinung. Ein anderes Meisterstück auf „Impermanence“ ist „Heart Beating“, wieder mit der einnehmenden Soul-Stimme von Kid A und schlichter Instrumentierung. Dieses Stück ist Agorias direktester Popsong, ein unerwarteter Beweis für seine Stärke als Songwriter und Arrangeur und verdient mit Sicherheit eine der ersten Auskopplungen als Single.

Agoria hat ein Album geschaffen, das sich aus unentwegtem Wandel und einer raffinierten Balance zwischen Kontrasten zusammensetzt und so eine einzigartige und ausgewogene Stimmung heraufbeschwört.

Agoria
Impermanence

InFine / Alive
VÖ: 04.02.2011


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