Was Youtube bei den Clips, Flickr bei den Fotos, das ist SoundCloud bei Musik-Streaming?

Das Berliner Unternehmen SoundCloud soll vor kurzem eine gewaltige Finanzspritze von der US Investmentfirma „Kleiner Perkins Caufield & Byers (KPCB)“ bekommen haben. In Expertenkreisen munkelt man von einer Summe von ca. 50 Millionen Dollar, bewertet wurde man schließlich auch mit 200 Millionen Dollar.

Die Plattform ist recht simpel erklärt, registrierte Mitglieder können ihre eigens produzierten Audio Aufnahmen auf der Website hoch laden und ganz im Zeichen der sozialen Netzwerke mit allen oder nur von ihnen bestimmten Hörergruppen teilen oder je nach Einstellung des Urhebers auch downloaden. Die selbstgebastelten Tracks können natürlich vorab komplett auf der Seite gestreamt und von den Hörern kommentiert werden.

SoundCloud Firmengrüner Alexander Ljung stolz, „Im vergangenen Jahr hat SoundCloud seine Nutzerzahlen erheblich gesteigert, sowie sein Produktangebot komplett ausgebaut“. Geschäftszahlen veröffentlicht die Firma allerdings nicht, man will schließlich mit den kostenpflichtigen „Premium“ Zugängen verdienen.

Der Vorteil von SoundCloud besteht mit Sicherheit darin, dass im Gegenteil zu Youtube, die User die gestreamten Tracks – wenn sie vom Urheber freigegeben wurden – auch direkt von der Seite heruntergeladen werden können.

Nun hat SoundCloud sogar einen neuen Meilenstein erreicht. Und zwar zählt man bereits über 10 Millionen registrierte Benutzer. Außerdem wurden schon über 5 Millionen offizielle SoundCloud Apps runtergeladen. Trotzdem kann sich das Berliner Unternehmen nicht ausruhen.

Fakt ist, dass SoundCloud im Internet, genau wie YouTube für Videos und Flickr für Fotos, die führende Plattform für Musik werden möchte. Doch versuchen mittlerweile immer mehr Musikplattformen im Web ihre User mit Streaming und Downloads anzulocken.

Die bekannteste Musikplattform Europas ist wahrscheinlich das schwedische Portal Spotify, welches auch in den USA Fuß fassen möchte. In Amerika gilt Rhapsody als führende Streaming Page. In Deutschland ist neben SoundCloud zum Beispiel der hiesige Anbieter Simfy äußerst beliebt. Seit kurzem gibt es das britische Portal Rara und die französische Web-Plattform Deezer.

Auch wenn SoundCloud kommerziell gesehen noch nicht den größten Erfolg haben sollte, so ist SoundCloud für die elektronische Musik-Szene auf jeden Fall Gold wert, da man in Zeiten der Urheber-Rechts-Streitereien mittlerweile recht schwer an seine Sets im Web kommt.