Aardy gilt als einer der strahlenden Techno-Exporte Asiens. Genauer gesagt aus Indien. Seine Passion für technoide Sounds, die auch mal Genregrenzen überspringen, spührt man jedoch nicht nur auf der Tanzfläche, wenn Aardy in Clubs oder Festivals auflegt. Auch steht er hinter dem Label Hydrozoa, auf denen Artists wie Martin Eyerer, Alex Stein oder auch Torsten Kanzler releasen.

Aardy’s eigene Veröffentlichungen haben die Charts konsequent angeführt und starke Unterstützung von Größen wie Gregor Tresor, Nicole Maudaber, Dubfire, Pan-Pot, Karrotte, Joseph Captiati, um nur einige zu nennen. Seine Leidenschaft als hat ihn in Clubs in Amsterdam, Barcelona, Berlin, Peking, Shanghai, Bangkok, neben verschiedenen Städten in seiner Heimatbasis Indien gebracht.

Aardys Vision für die Zukunft der Musik hat sich jedoch nicht nur in seinem Label Hydrozoa eingeschlichen, sondern ist mittlerweile auch bei dem gloabl führenden Techno Label Octopus Records angekommen, dessen A&R er macht. Auch ist er ist der Protagonist bei einem der begehrten Sonntagsveranstaltungen „Sunday Playground“ in Indien, mit einem klaren Underground Fokus und alternativer technoider Musik. Neben einigen prominenten internationalen Künstlern konzentriert sich die Event Plattform auch auf die Entdeckung und Förderung neuer Talente in Indien und darüber hinaus. wir hatten die Gelegenheit mit Aardy zu sprechen, der in Kürze in europa ist und am 25. Oktober 2019 im Berliner Sisyphos sein Debut geben wird.

Hey Aardy, danke für das Interview! Du lebst auf der anderen Seite der Weltkugel- in Indien – wie bist du überhaupt in das Business mit elektronischer Musik eingestiegen?

Es ist schwierig, sich wirklich an diesen konkreten Moment zu erinnern. Zuerst begann ich Mitte der 90er Jahre zu spielen. Dann hatte ich einen Break für etwa vier bis fünf Jahre eingelegt und dann wieder angefangen. Ich habe damals tatsächlich Progressive House gespielt, die Art von melodischem Zeug, das in den frühen 2000er Jahren populärer war. Ich war nie wirklich damit zufrieden, also fing ich an, mich mit neuer Musik zu beschäftigen, die mich berührte. Ich fühlte mich wohler, den tieferen Klängen zuzuhören. Ich fing an, mehr immer Musik zu entdecken und diese auch zu spielen, obwohl die Leute damals es nicht so sehr akzeptierten, aber so begann alles.

Und was ist die Geschichte hinter deinem Label namens Hydrozoa?
Hydrozoa ist sozusagen mein Lieblingsprojekt, mit einer einfachen Schnittmenge von Qualitätsproduktionen von House & Techno. Ich freue mich sehr, dass das Label stetig wächst und über einen hochwertigen Roster von Künstlern verfügt.

Kannst Du uns einen Einblick in Deinen Alltag als A&R für Octopus Recordings & Labelchef für Hydrozoa geben?
Als DJ ist das Musikangebot, das ich gerne spiele, sehr umfangreich. Ich genieße es ebenso, eine Sonnenuntergangsstimmung oder einen Peak-Time-Club/Festival-Slot zu spielen, wie ich es genieße, in einer dunklen After-Hour um 5 Uhr morgens zu spielen. Diese Vielfalt an Sounds hilft mir sehr, die Musik für die Labels zu bestimmen. Ich versuche, meine Routine so einfach wie möglich zu halten, indem ich tagsüber arbeite, wie in einem echten Büro.

Welche Art von Klang und Feeling suchst du?
Es ist schwierig, in einem kurzen Satz so viel zu sagen. Aber ich bin im Moment eher geneigt zu einer rohen, kantigen und intensiven Stimmung.

Du leitest ein Label, arbeitest im Studio und tourst als DJ – wie bleibt man gesund?
Ich versuche, eine grundlegende Routine aufrechtzuerhalten (zumindest an Wochentagen), indem ich mit meinem Hund früh am Morgen laufe oder abends ins Fitnessstudio gehe. Der Trick ist, die richtige Menge an Schlaf zu bekommen, alles andere fällt schon an seinen Platz.

Welcher war der interessanteste und aufregendste Gig in diesem Jahr?
Wir veranstalten eine Party namens Sunday Playground in meiner Heimatstadt Hyderabad (Indien). Vor kurzem haben wir unser 5-jähriges Jubiläum gefeiert, und das war wahrscheinlich das bisher aufregendste.

Im Oktober bist du auf Tour und spielst in den berühmten Sisyphos in Berlin. Wie bereitest du dich normalerweise auf einen Auftritt vor? Hast du irgendwelche Routinen, bevor du in den Club gehst?
Ich freue mich sehr, im Sisyphos zu spielen. Es gibt keine solche Routine, aber ich halte mich frisch, indem ich mich vor den Shows viel Wasser trinke und dafür sorge, dass ich gut geschlafen habe.

Was ist eigentlich deine Geheimwaffe – welcher Track wird definitiv in deiner digitalen Plattentasche sein?
Bei so viel Musikfluss zwischen unseren Labels ist es spannend, diese zu spielen. Allerdings gibt es viele meiner Lieblingskünstler, die großartige Tracks veröffentlichen, auf die ich mich immer freue. Ich habe auch gerade meine nächste EP fertig gestellt, die auf Octopus erscheinen wird, diese Tracks werden definitiv in meiner digitalen Plattentasche landen.

Was hast du für den Rest des Jahres vor?
Ich freue mich darauf, Südostasien zu bereisen, abgesehen von ein paar bereits geplanten Shows in Indien. Vielen Dank für das Interview – wir sehen uns am 25.10.2019 im Sisyphos.

Aardy bei Spotify & Beatport

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