Veto Ibiza InterviewUnderground, Style, Leidenschaft. Nicht gerade die ersten Attribute an die man bei einem Club auf Ibiza denkt. Genau das ist es aber, was einen im Veto Social Club erwartet. Zum Einjährigen haben wir die Macher getroffen und mit ihnen über ihren Club, die Philosophie und die Insel gesprochen.

Als wir von Stephan Weidner und Jack Schröder begrüßt werden ist schnell klar, dass die beiden richtig Bock auf ihren Club haben und voller Ideen und Herzblut einen Gegenpol zum überteuerten Schickimicki-Nightlife auf Ibiza setzen wollen.

„Es wurde Zeit einen Platz zu schaffen, an dem man sich selbst wohl fühlt und einen Kontrapunkt zu den großen, sehr kommerziell ausgelegten Clubs zu setzen. Außerdem wollen wir den Leuten gute Musik bieten und ihnen durch zivile Preise einen Ort bieten, an dem es für alle nett ist. Fünfzig Euro Eintritt sind nicht nur für die Touristen ziemlich hart, auch für die Leute die auf Ibiza leben ist das auf Dauer nicht bezahlbar. Deswegen kostet unser Laden keinen Eintritt, was auch den Namen Social Club unterstreicht.“

Damit bringt es Stephan in wenigen Sätzen ziemlich gut auf den Punkt, was die Philospohie hinter dem Veto Social Club ist. Mit ihrem Club wollen die beiden auch ein Stück Berlin und den damit verbundenen Spirit nach Ibiza bringen, was damit zusammenhängt, dass Jack seit vielen Jahren als Gastronom und Nightlifmacher in Berlin aktiv ist.

„Wir wollen keine LED-Walls und Loungeecken, sondern lieber einen etwas rougheren Club, wie wir es alle aus Berlin kennen und mögen. Im künstlerischen Bereich fehlen hier – trotz der großen LineUps im Sommer – die Berliner Acts und ihre Promoter und denen wollen wir hier eine Plattform bieten und ihnen dadurch im Idealfall auch die Türen auf der Insel öffnen.“

Das Angebot scheint bei den Künstlern gut anzukommen und neben DJs wie Ruede Hagelstein und Oliver Deutschmann schaut auch ein Basti von Tiefschwarz oder ein DJ Hell immer mal wieder im Veto Social Club vorbei.

Das LineUp soll aber nicht nur mit großen deutschen Namen bestückt werden, auch den spanischen und vor allem ibizenkischen Künstlern bietet der Club eine Plattform. Nachdem anfangs noch etwas mit anderen Musikstyles experimentiert wurde, liegt der Fokus im Veto Social Club jetzt aber voll auf elektronischer Musik. So wie die musikalische Ausrichtung hat sich auch das Publikum in eine sehr gute Richtung entwickelt und gefestigt sagt Stephan:

„Die Leute bei uns sind alle ein bisschen indiemäßig, die im weitesten Sinne auf Alternatives stehen und eher leger und locker unterwegs sind. Wir haben hier nicht die Leute aus den VIP-Nischen, die sich in anderen Clubs dafür wohl fühlen. Wenn die Leute aber mal vor dem Pacha oder dem Bubbles auf einen Drink vorbei kommen, dann freuen wir uns auch über die und wollen keinen ausgrenzen.“

Veto Ibiza LogoBei der Party zum Einjährigen Geburtstag hat sich für uns gezeigt, dass der Veto Social Club genau so geworden ist, wie Stephan und Jack es sich vorstellen. Eine coole, familiäre Alternative zum sonstigen Angebot auf Ibiza.

Das soll auch in den kommenden Monaten so bleiben, wenn die Season auf der Insel wieder los geht. Schaut doch vor eurem nächsten Ibizatrip mal auf der Seite vom Veto Social Club vorbei und checkt das Programm. Ein schönes Interview zum Leben von Stephan Weidner auf Ibiza gibt es auch auf der Seite www.ibiza-diary.com!

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