Wenn Kai und Holger sich für eine x beliebige Person entscheiden könnten, würden sie sich gerne mit Nicolas Cage im Spreegold zum Dinner treffen und mit Chaka Khan einen Gig spielen. Zu ihren Lieblingsorten in Berlin zählen das Watergate, der Mauerpark, die Lankwitz-Kirche und natürlich ihr Studio. Wir haben Holger Zilske und Kai Preussner, die das umtriebige DJ-und Produzentenduo „Smash TV“ bilden, in den Riverside Studios getroffen und über Technik, Gigs, sowie ihre nächsten Veröffentlichungen gesprochen.

Man merkt Ihr fühlt euch in eurem Studio sichtlich wohl. Erzählt doch mal, welches Equipment sich in eurem Studio befindet, und womit Ihr arbeitet?

„Oh! Das würde eine ziemlich lange Liste werden. Wir haben diverse Drummachines und Synthesizer, unter anderem auch ein Modularsystem. So gut wie jeder Sound den wir benutzen kommt aus irgendeiner unserer Maschinen. Meistens arbeiten wir mit den internen Sequenzern der Hardware um den Grundriss für einen neuen Track zu erzeugen. Das ganze nehmen wir in Cubase auf und bearbeiten die einzelnen Spuren mit Universal Audio Plugins. Wir mischen mit SSL Equalizern über ein SPL Neos Pult, und freuen uns auf den geilen Sound der Klein + Hummel o410 Monitore einen ab. Der Arturia Beatstep Pro ist gerade in Kombination mit dem Moog Voyager eine echte Waffe und etwas, das wir in letzter Zeit immer einsetzen. Unser neues Release auf My Favorite Robot basiert ausschliesslich auf Ideen, die aus dieser Kombi entstanden sind. Ausserdem experimentieren wir gerade mit ein paar Video Synthesizern herum und überlegen, diese auch bei unseren Live-Gigs zu nutzen. Neu im Studio haben wir einen doppelten MS 20 Filter für’s Modularsystem, den Korgasmatron 2 von intellijel, und von Make Noise den Echophon.“

Habt Ihr beim Produzieren mit all den Maschinen einen bestimmten Workflow?

„Das kann man nicht pauschalisieren, aber oft entstehen unsere Tracks aus Jamsessions, die wir aufnehmen. Das Material lassen wir dann eine Woche liegen und hören dann noch mal rein. Wenn es immer noch kickt, arbeiten wir es aus bis es rund ist. Bei Remixen läuft es im Endeffekt ähnlich. Remixe können manchmal ziemlich kompliziert und zeitintensiv sein. Wir versuchen nur die anzunehmen, bei denen wir vorab eine Idee haben, wie wir an die Sache rangehen. Wir schmeißen dann alle Spuren raus, die nicht essentiell sind, loopen die Spuren die wir behalten möchten und daddeln dann so lange an den Geräten rum bis etwas rauskommt, das uns das Gefühl gibt zu der eigentlichen Idee etwas neues beigesteuert zu haben.“

Eure bisherigen Produktionen findet man auf renommierten Labels wie Culprit, Get Physical, Hive Audio, Katermukke und BPitch Control. Über welche Releases dürfen wir uns denn in nächster Zeit freuen?

„Gerade ist unsere EP ‚LFO my ass‘ auf Katermukke rausgekommen und Mitte Februar wird unser Remix für Kant auf Hive Audio released. Im März erscheint dann eine EP auf My Favorite Robot, ein Track auf der „Get Physical in Miami“ Compilation, sowie unser Remix von ‚Ducks in the Kiddie Pool‘ von unserem Buddy Click Click.“

Während eurer Touren habt Ihr in der ganzen Zeit einiges erlebt. Welche Gigs haben euch in der letzten Zeit besonders begeistert?

„Wir haben 2015 zum ersten mal in Bogota im „Baum“ Club gespielt. Ein sehr geiler Laden. Tolle Anlage, super Visuals und mega nette Leute. Die beste Party des Jahres. Sehr gute Raves waren auch das Midifestival in Shanghai, die erste Outdoor Techno Party in China, und das Lighthouse Festival in Kroatien.“

Vielen Dank für den Einblick in eure Arbeit, wir schauen gerne immer wieder auf eurer Facebookseite vorbei, damit wir über alle News auf dem Laufenden bleiben!

(Interview von Tobi Rein)

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