Die Tage der musikalischen Einöde sind gezählt. Wollte man früher als Produzent ein Instrument sampeln oder eine bekannte Melodie verwenden, musste man wochenlang mit Plattenfirmen um Rechte und Royalties verhandeln. Bis man schwarz wurde, konnte man sich da über Urheber- und Copyright-Faschismus ärgern.

Das Ergebnis war am Ende oft der überteuerte Lizenz-Wahnsinn inklusive Pleitegeier-Garantie für jedermann jenseits Farian, Bohlen oder Michael Jackson. Sprich nahezu niemand der normal Sterblichen konnte es sich leisten, einen gewissen Wiedererkennungswert in seine Musik zu pflanzen. Tat man es doch, zogen die Riesen der Labellobby einem das Hemd und die Hosen aus, sobald sie davon Wind kriegten. Doch nun weht ein anderes Lüftchen.

In Stuttgart fiel ein Engel vom Himmel, um Posaunen und Pauken, Synthies und Vocals, Gitarren und Geigen direkt ohne Einverständnis der Musik-Bosse in anderen Liedern erklingen zu lassen. Und Gott sprach: „Ihr brauchet keine Unterschrift!“
Bei Soundarchive kann man sich nämlich per Mausklick jedes nur vorstellbare Sample plus Lizenz holen ohne einen Vertrag aufzusetzen. So klickt der Produzent von heute sich durch den „Syntonizer“ und sucht sich aus unzähligen Faktoren wie Electronic oder Accoustic, Small und Fast, Aggressive, Gentle oder Complex und Minimal die Musik raus, die man dort auch ohne Mühe und Vertrags-Gegacker findet. Jedenfalls ist im Soundarchiv alles vertreten. Von Grammy-Gewinnern bis Untergrund-Urbanen gibt es da Songs und Sounds von jedem Sternchen, das man funkelt sieht. Ein geile Idee, um nicht zu untertreiben. Und Kinderleicht, meine Lieben! In Zukunft klopfen Dreijährige nicht mehr auf den Kochtopf, sondern sampeln bei Soundarchive. Mutter Muse freut sich! Und Music itself genauso! Also ich glaube, ich mache mir erstmal einen Sample-Mix aus weißer Hai und Daniel Küblbeck zu Recht. www.sound-archive.com

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