Worum geht es bei dieser Aktion? Die schlichte Antwort ist: Musik. Oder besser: um die Achtung dem Musikhörenden gegenüber.

 

logo der respect_the_music_kampagne

 

Hier seht ihr das von !K7 entwickelte Logo, welches man in Zukunft auch auf Platten und CDs von anderen Indielabels erblicken wird. Es ist Teil einer Kampagne des Verbandes unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V. (VUT), welche als distanzierende Reaktion auf neue fatale Kopierschutzmaßnahmen seitens der großen Musikkonzerne und die aktuellen politischen Diskussionen über Anpassungen des Urheberrechts gestartet wurde.

Worum geht es bei dieser Aktion?

Die schlichte Antwort ist: Musik. Oder besser: um die Achtung dem Musikhörenden gegenüber.

Die Erfahrungen zeigen, dass Kopierschutzmaßnahmen in herkömmlicher Form langfristig das Gegenteil erreichen, als kurzfristig damit beabsichtigt. Der Käufer einer kopiergeschützten CD wird in seinem Bewegungsfreiraum beschnitten, kann die CD eventuell nur auf bestimmten CD-Playern abspielen oder zerstört vielleicht sogar seinen PC, wenn er diesen als Abspielgerät benützen möchte.

Der Eine kauft nach den ersten schlechten Erfahrungen keine kopiergeschützten Tonträger mehr, der Andere wird in die Piraterie getrieben, weil er seine CD doch einfach nur auf seinem ipod hören möchte.

Musikpirat ist auch, wer einen Mix aus seinen Lieblingstracks erstellt, an Freunde verteilt oder sogar über das Internet streamt, was von den meisten unabhängigen Labels aber eindeutig als unbezahlbare Promotion angesehen wird.

Und das ist nur ein Beispiel, dass das Urheberrechtsgesetz nicht stark genug ist, die neuen digitalen Formen von Musikverbreitung und Konsum zu unterstützen, sowie zeitgemäße Vergütungsmodelle zu schaffen. Die strafrechtliche Verfolgung von mp3-Tausch und CD-Kopien verschrecken meist nur den normalsterblichen Musikbegeisterten, das professionelle Raubkopieren schränkt es allerdings nicht ein.

„Respect The Music“ soll aufklären, daß es für den Erhalt einer vielfältigen und nicht standartisierten Musikkultur notwendig ist, selbige zu respektieren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass illegales Brennen und ungenehmigte Downloads befürwortet werden.

Vielmehr soll wieder eine gesunde Beziehung zwischen Konsumenten, Künstlern und Herstellern erreicht und in der strafrechtlichen Behandlung zwischen Privatpersonen und professionellen Massenkopierern unterschieden werden.

Der deutsche Indieverband VUT hofft nun auf den Zusammenhalt der Szene und dass jedes Label, welches bei „Respect The Music“ den gleichnamigen Aufkleber auf seinen Produktionen anbringt. Ohnehin verzichten weltweit fast alle Indielabels auf einen Kopierschutz.

Einige große Firmen wie die britische Beggars Group (XL, Mo’Wax etc.) haben bereits vor dem Start ihre volle Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig wurde die Website www.respect-the-music.com ins Leben gerufen, auf der man neben grundlegenden allgemeinen Informationen auch die aktuellen News abfragen kann. Außerdem kann man hier das offizielle Logo zur freien Verwendung herunterladen, um damit ein deutliches Signal zu setzen und der fehlgeleiteten Politik der Musikindustrie entgegenzuwirken.

[CK]

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