Seit Wochen freuen wir uns für Alle Farben. Er ist im Urlaub und lässt uns alle mit regelmäßigen Postings daran teilhaben. Die Instagram- und Facebookbilder waren uns jetzt aber nicht mehr genug, also ab nach Bangkok, wo wir Alle Farben zum Interview getroffen haben.

Zum mittlerweile schon vierten Mal ist Alle Farben in Asien, um den europäischen Winter zu überbrücken. Für zwei Monate ist er in Thailand und anderen asiatischen Ländern unterwegs und verbindet Urlaub und Erholung mit ein paar DJ Gigs.

„Meine Reiseroute hat mich nach Malaysia, Vietnam und Thailand geführt und bald geht es noch nach Tokio in Japan. Mein Trip hat erst mal mit einem richtigen Urlaub begonnen, in dem ich gar nichts gearbeitet habe und auch für 3 Wochen nicht aufgelegt habe. Ein bisschen hab ich mich dabei von Sven Väth inspirieren lassen, der das ja schon seit vielen Jahren so macht. In Vietnam habe ich dann aber zufällig Leute kennengelernt die einen kleinen Club betreiben und für die habe ich dann trotzdem spontan ein Set gespielt. Von dort ging es dann weiter nach Koh Panghan, wo ich drei Mal aufgelegt habe. Zwei Gigs davon waren vorab geplant und der dritte kam erst auf der Insel dazu. Ich wohne auf Koh Panghan immer bei einer Thai-Familie und gemeinsam mit ihnen haben wir einen eigenen Rave mitten im Dschungel organisiert. Wir haben das Equipment über abenteuerliche Wege auf einen Berg gebracht und ich habe dann 8 Stunden aufgelegt, was ein absolutes Highlight meiner Zeit in Asien war.“

Die Asienreise ist zum großen Teil natürlich Urlaub, für die Gigs in den verschiedenen Ländern muss Alle Farben aber trotzdem immer lange Strecken und Flüge auf sich nehmen.

Alle Farben und YOUNOTUS

Alle Farben und YOUNOTUS im Dschungel

„Auch wenn mein Reiseplan durch die unterschiedlichen Städte und Länder manchmal ziemlich straff und anstrengend ist, macht mir das hier überhaupt nichts aus. Es ist immer gutes Wetter, die Leute sind immer so positiv gelaunt und das Tourleben dadurch viel entspannter, als bei einer Tour durch Europa. Ich mag auch das einfache Leben hier und wohne am liebsten in einer kleinen Hütte ohne Klimaanlage und genieße das Thaifood. Durch einen Freund habe ich die Familie auf Koh Panghan kennengelernt, bei der ich meinen Urlaub jetzt immer verbringe und dadurch das normale Leben hier voll mitbekomme. Ich bin schon ein Teil der Familie geworden und werde immer total herzlich aufgenommen. Obwohl nur die Mutter ein bisschen Englisch spricht, verstehen wir uns mit Händen und Füßen mittlerweile sehr gut und haben unsere eigene Sprache gefunden. Ich kann zwar ein paar Worte Thai, möchte aber unbedingt mehr lernen und die Familie auf Koh Panghan hat mir schon angeboten, mir ein paar Basics beizubringen.“

Während der Urlaubszeit muss natürlich auch das Business weiter laufen, durch gute Organisation lässt sich das aber auch aus Thailand gut regeln.

„Nach den ersten Urlaubswochen habe ich mit meinem Team einen Zeitplan aufgestellt, damit alle Prozesse in meinem Label weiterlaufen und wir die Promotion meines kommenden Albums vorbereiten können. Wir machen regelmäßige Telefonkonferenzen und es gibt überall schnelles Internet um Mails zu schreiben. Trotzdem sind lustige Situationen entstanden, als ich zum Beispiel mitten in einem Tempel in Bangkok das Artwork für ein neues Release freigeben musste. Vor allem die grafischen Elemente meiner Veröffentlichungen und Veranstaltungen liegen mir sehr am Herzen, da mich da schon seit Jahren die Ideen und Entwürfe von mir und meinem Bruder begleiten. Wir haben irgendwann mal ein Männchen entworfen und damals auf meine Myspace-Seite geladen, das dann nach und nach zu einer Art Maskottchen wurde und jetzt haben wir daraus sogar ein animiertes Musikvideo gemacht.“

Die Vorbereitungen zum neuen Album sind also mit im Gepäck und darauf wird es dann wie schon bei „Synesthesia“ sowohl poppige Radionummern und auch Clubnummern geben.

„Ich mach Clubmusik genau so gerne, wie auch Popmusik. Deshalb ist ein Album super um mich als Künstler von allen Seiten zu zeigen. Im Radio hören die Leute dann eben meine poppige Seite und im Club spiele ich die Tracks zum Tanzen. Für das Album habe ich viel Zeit ins Songwriting gesteckt und mit vielen verschiedenen Künstlern zusammengearbeitet und daraus werden dann einige Singles ausgekoppelt. Mit der „My Ghost EP“ habe ich deswegen jetzt auch ganz bewusst noch mal eine reine Clubplatte rausgebracht, da die clubbigen Nummern auf dem Album durch die Radiohits oft etwas in den Hintergrund geraten.“

Bis zum Release wünschen wir Alle Farben noch eine gute Zeit in Asien und präsentieren euch das neue Werk dann Anfang Juni natürlich auch hier auf der Seite.

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