GEMA – Keine Bemusterungen mehr?

Die GEMA ist seit langem bestandteil hitziger Diskussionen über Musikverbreitung, Copyright und Datenformate. Was der ganzen elektronischen Musik Szene am Herzen liegt, nämlich das angeschlagene System aus Label Betreiber, Produzenten, Hörer und Käufer wieder in ein “gesundes” Verhältnis zu bringen, versucht die Gema mit radikalen Mitteln zu heilen. Derzeitige Diskussionen sorgen vor allem bei Labelbetreiber und bemusterte DJ`s für Unsicherheit.

Laut GEMA ist die digitale Bemusterung genauer unter die Lupe zu nehmen, so soll doch für die öffentliche Wiedergabe von bemusterten MP-3 Material eine Lizenz für die Wiedergabe erworben werden. Die Logik der Labels ist natürlich, das die Titel in der Promotion Phase möglichst viel gespielt werden, damit der Titel bekannt wird und Absatz findet. Da die Gebühren jedoch die Club Betreiber bezahlen, kommen immer häufiger klare Ansagen: “Keine Bemusterungen mehr spielen“.

Was auf der einen Seite zwar toll klingt nach dem Motto “Da werden ja wieder mehr Platten verkauft” ist aber in der letztendlichen Konsequenz ein Trugschluss. Wie soll eine Platte verkauft werden die nicht promotet wurde ? Es ist noch sehr diskussionswürdig, ob das, was als “Kampf gegen Piraterie” und “Schutz der Musikrechte-Inhaber” verkauft wird, auch wirklich der Branche hilft oder nicht nur noch mehr schadet.

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