Zum Start ins neue Jahr will Facebook das Audiostreaming revolutionieren. Mit Facebook Live können Audiosignale gestreamt und direkt über die Timeline angehört werden. Eine spannende Möglichkeit für DJs und Veranstalter!


UPDATE zum Artikel vom 09. Januar

Bei den Radiodays Europe gab es einen Vortrag mit ersten Beispielen zu neuen Facebook Liveaudio-Format. Der Fokus von Facebook liegt dabei auf den Regionen, die durch schlechte Datenanbindung keine Livevideos nutzen können – das trifft für die meisten Teile in Deutschland und Europa nicht mehr zu. Außerdem ist noch nicht wirklich geklärt, wie mit urheberrechtlich geschütztem Material, wie zum Beispiel Musik, umgegangen wird. Facebook Liveaudio wird daher eher ein Format für Interviews und journalistische Berichterstattungen und nicht für die Liveübertragung von Konzerten und Partys.


Ob es die große Revolution 2017 ist, wird sich zeigen. Die Idee und die Möglichkeiten sind für Musiker auf jeden Fall vielversprechend. Mit Facebook Live können Konzerte und DJ-Gigs live gestreamt werden und sind mit wenig Datentraffic direkt über die Timeline abrufbar. Das technische Prinzip funktioniert genau wie bei den Facebook Livevideos, die sich mittlerweile erfolgreich etabliert haben.

Für DJs, Radiomacher, Podcaster

Die Möglichkeit, ein Audioangebot live zu streamen ist für viele Kreative interessant. DJs können Podcasts und Mixe live ins Netz übertragen und müssen sie nicht mehr bei Soundcloud oder anderen Anbietern uploaden. Radiosender können lange Interviews live senden, die für ihr normales Radioprogramm zu lange sind und Bands können ihre Musik live aus dem Proberaum in die Welt verbreiten.

Techno funktioniert auch ohne Bild

Live-Sets von Veranstaltungen sind beliebt, haben hohe Abrufzahlen und eine große Reichweite. Bestes Beispiel dafür ist das Angebot von BE-AT.tv, über das wir weltweit live bei elektronischen Partys dabei sein können und auch die vielen Facebook Livevideos, die wir von den großen Stages rund um den Globus serviert bekommen. Eines haben sie aber alle gemeinsam: Nach ein paar Minuten ist es nicht mehr wirklich spannend, dem DJ durch zwei, drei Kameraeinstellungen zuzuschauen und sie fressen die mobilen Daten in großen Mengen. Genau hier liegt das Potential der Facebook Live Audios. Die Musik kann nebenher konusmiert werden, wie bei einem Radiosender, ohne dass man aufs Smartphonedisplay, oder den Screen schauen muss und das Datenaufkommen ist bei reinen Audios gering. Ideal, um die Livemusik im Park, oder im Auto anzuhören.

Könnte funktionieren

Eine große Frage wird sicherlich die Rechteauswertung sein. Wie werden GEMA und die anderen Verwertungsgesellschaften mit dem Thema umgehen? Wir sind gespannt darauf – mit YouTube gibt es seit 2016 eine Einigung und so wird sicher auch ein Weg mit Facebook gefunden.

Mehr Techniknews und alle Entwicklungen zu Facebook Live findet ihr immer in unserer „Skillz & Bizz“-Rubrik hier auf der Seite!

 

3 Responses

  1. Rainer

    „Außerdem ist noch nicht wirklich geklärt, wie mit urheberrechtlich geschütztem Material, wie zum Beispiel Musik, umgegangen wird. Facebook Liveaudio wird daher eher ein Format für Interviews und journalistische Berichterstattungen und nicht für die Liveübertragung von Konzerten und Partys.“

    So ist es. Das Audio-Tool, mit dem man heute schon Partys und Konzerte legal live übertragen kann, heißt laut.fm 🙂

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