Tut einfach mal so, als ob es kein Internet geben würde. Macht es also wie Chris Liebing und fühlt euch freier und besser!

Chris Liebing ist viel beschäftigt. Auflegen, Reisen, Produzieren, Businessmachen. Und das nicht erst seit ein paar Wochen, sondern seit mittlerweile zwei Jahrzehnten. Achtsamkeit und Selbstreflexion sind daher zwei wichtige Komponenten im Leben von Chris Liebing, die er jetzt auch auf sein Onlinekonsumverhalten ausgedehnt hat und seinen privaten Facebookaccount still gelegt hat:

„Der Umgang mit Social Media und dem Thema „online sein“ lässt sich natürlich so umsetzen wie ich es mache, es kommt aber immer darauf an “wie“ Du online bist. Du musst an der Quantität arbeiten, ohne dass Du an der Qualität verlierst. Das ist der Trick dabei. Das heißt, ertappe Dich einfach dabei wenn Du sinnlos im Netz rumsurfst. Sei es Instagram, sei es Twitter oder Facebook. Facebook privat habe ich bei mir zum Beispiel komplett gestrichen, auch wenn es viele Vorteile hat, es hat einfach viel zu viel Zeit gekostet und mir viel zu viel Zeit geklaut. Man macht es immer sehr gerne, man lenkt sich sehr gerne ab und das versuche ich bewusst so viel wie es geht zu reduzieren. Von daher geht es nicht darum sich komplett aus der digitalen Welt oder aus dem Internet zu verabschieden, es geht darum zu lernen wie man damit umgeht und wie viel Zeit man wirklich damit verbringen will. Es ist eine schöne Sache wieder zu merken wie es ist, wenn man einfach mal auf die Straße rausgeht und mit Leuten redet, oder auch Leute einfach mal wieder anruft und nicht nur irgendwelche Texte verschickt – also wenn man wirklich mal wieder Interaktion hat. Von daher kann ich das jedem empfehlen.“

Einfach mal so tun, als würde das Internet gar nicht existieren!

„Man kann auch hingehen und sagen, dass man zum Beispiel für zwei Tage mal nicht ins Internet geht. Das ist auch eine interessante Sache. Noch nicht mal Mails checken, gar nichts, einfach mal so zu tun als würde das Internet gar nicht existieren. Das kann auch mal sehr befreiend sein. Ansonsten muss ich natürlich auch von beruflicher Seite aus viel im Netz sein, aber ich sehe das inzwischen mit meinen ganzen Posts alles etwas entspannter. Wenn meine Fans mal vier oder fünf Tage nichts von mir hören, weil ich nichts auf Twitter, Instagram oder Facebook gepostet habe, weil mir gerade nichts in den Sinn kam, oder ich einfach keine Lust hatte, dann ist das halt mal so und dann muss auch jeder damit leben. Andere bekommen das vielleicht besser hin und folgen den ganzen Social Media Gesetzen um alles zu maximieren und die höchste Like-Anzahl zu erreichen, aber das ist nicht so mein Ding. Ich baue immer darauf, dass Leute sich das durchlesen wenn ich mal etwas poste und mache mir keine großartigen Gedanken darüber ob ein Foto so oder so aussehen muss und der Post so oder so geschrieben sein muss, um die größte Anzahl von Leuten zu erreichen. Die, die es erreichen soll wird es wohl erreichen und wenn ich bei manchen Menschen komplett in Vergessenheit gerate weil ich nichts poste, dann ist das halt auch so.“

 

CLR 2017

Das neue Album steht in den Startlöchern

Anstatt ständig ins Smartphone zu glotzen, geht Chris Liebing gerne mit offenen Augen durch die Welt. Das ist auch gut so, denn sonst hätte er seinen alten Weggefährten Ralf Hildenbeutel auf der Straße vielleicht gar nicht erkannt und ein neues Album würde nicht 2017 in die Läden kommen.

„Im Sommer vor zwei Jahren bin ich Ralf in Frankfurt seit langem mal wieder über den Weg gelaufen und da haben wir festgestellt, dass unsere Studios mit dem Fahrrad gerade mal 2 Minuten voneinander entfernt liegen. Obwohl Ralf in den letzten Jahren viel als Filmmusiker unterwegs war, habe ich ihn dann gefragt, ob er sich mal ein bisschen Zeit freischaufeln könnte und mit mir ein Album produzieren möchte, weil ich seine Fähigkeiten als Musiker so sehr, sehr schätze. Und nicht nur als Musiker, auch als absolutem Studio Wizard, der sich mit allem sensationell auskennt und das hat auch absolut gefruchtet. Wir hatten eine Menge Spaß im Studio und dieses Jahr könnt ihr das Resultat hören. Ich hoffe, ihr freut euch drauf.

 

Wir sind sehr gespannt auf das neue Album! Das Interview hat Chris Liebing dem LEHMANN Magazin vom Lehmann Club aus Stuttgart gegeben, wo es die ausführliche Version vom Interview gibt. Danke, dass wir es hier für die Seite übernehmen dürfen.

Mehr DJ-Interviews und Businessnews gibt es immer in der Rubrik „Skillz & Bizz“ hier auf der Seite!

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