Torsten Kanzler steht für impulsiven und kraftvollen Techno. Wie ein Maschinist steuert er sein Set und entführt die Menge in ein Universum von mitreißenden Drumarrangements, knarrenden Synths und warmen knurrenden Basslines – das Ganze mit der „Maschine“ von Native Instrument, zwei Allen & Heath Xone K2 und einem iPad. Seine direkte Interaktion kombiniert er mit einem spontanen Setaufbau mit bis zu vier Decks.

Seine Gigs in angesagten Clubs rund um den Globus stehen für kraftvollen und tiefgründigen Techno, wie auch seine zahlreichen Produktionen, die sich in den Plattentaschen von bekannten Acts der internationalen Szene wiederfinden. Zahlreiche Veröffentlichungen auf angesagten Labels oder auch seinem eigenen mit Herz geführten Imprint TKR stehen für sich und spiegeln die Liebe und Besessenheit zu Techno wieder. Ob als DJ, Produzent oder Remixer, Torsten Kanzler lebt Techno. Wir haben mit der Techno Ikone gesprochen.

Du hast diesen Sommer auf vielen Festivals gespielt. Was waren die bisher herausragenden für Dich persönlich?
Seit vielen Jahren ist, neben vielen liebevoll organisierten kleineren Festivals, die Nature One eines der größten Highlights. Dieses Jahr kamen mit dem Parookaville, dem Ikarus und auch dem Panama Festival gleich drei super tolle Events hinzu. Alle waren mit viel Liebe zum Detail auf die Beine gestellt und einem fantastischem Publikum gesegnet.

Auch im Ausland bist Du ein Aushängeschild für Techno, spielst in Frankreich, Italien und weiteren Ländern. In welches Land würdest Du gerne noch mehr Techno tragen und warum?
Ich kann und möchte mich da gar nicht festlegen. Ich möchte meinen Sound in jedes Land der Welt tragen.

Techno hat es geschafft sich über Jahre in der Szene als auch in der breiten Fangemeinde zu halten und zu entwickeln. Was wünscht Du Techno für die nächsten 10 Jahre?
Ich wünsche Techno, dass er seine Wurzeln und wo er herkommt nicht vergisst.

Auf Deinem eigenen Label TKR veröffentlichst Du selbst als auch internationale Artists. Welche Idee verfolgst Du mit dem Label?
TKR ist eine Plattform für Techno Freunde. Ich habe das Label 2009 gegründet um ein Forum für meine Produktionen zu haben. Ich kam damals härteren Genere und befand mich selber in einer Neufindungsphase. Um unteranderem, meinen neuen Produktionen eine Plattform zu geben, gründete ich TKR. Das Label hat sich inzwischen mehr und mehr zu einem Forum für Junge Nachwuchsproduzenten entwickelt. Neben vielen großen Namenhaften Künstlern wie, Black Asteroid, A.Paul, Axel Karakasis, Gaga, The Advent, Sven Wittekind oder Bjöern Torwellen, gibt es sehr fette Release von sehr guten Jungen neuen Talenten wie, Linus Qiuck, Harry, Doe, Squadrum, Vinncen oder meinem Freund Kevin Witt, von dem vor Kurzem die TKR 066 erschienen ist. Idee besteht im Grunde nur darin, guten Techno zu veröffentlichen, den ich mag und der den Weg in meine Playlist findet.

Neben den Wochenenden im Club und auf Festivals verbringst Du viel Zeit im Studio, um an Tracks und Remixen zu arbeiten. Was brauchst Du im Studio, um Dich wohl zu fühlen.
Im Studio brauche ich nicht sehr viel. Einen gemütlichen sauber klingenden Raum, den ich mir letztes Jahr eingerichtet habe. Meinen Gerätschaften, zu denen glücklicherweise seit kurzem der neue Matrix Brute von Arturia gehört, eine Tasse Kaffee und meine Ruhe.

Was steht in 2017 noch bei Dir an?
Die Festival Saison ist ja fast zu Ende. Ich habe jetzt noch zwei auf dem Zettel, zum einen das gerade stattgefundene Grenzenlos Festival und heute werde ich noch während meines Gigs auf dem Audio Gate Festival in meinen Geburtstag  reinfeiern. Das war’s dann mit Festivals, jedenfalls in Deutschland. Aber ich freue mich auch sehr auf die Clubs, da fühle ich mich immer sehr zuhause.
Der Kanzler hat auch wieder ein paar Release am Start. Mitte September kommt eine neuer Remix von mir auf Kuukou Records und am 2.10. erscheint endlich mal wieder eine TKR Single von mir. Weiterhin arbeite ich gerade an der Fertigstellung meines neuen Albums, welches ich im Februar 2018 veröffentlichen möchte. Das schicke ich euch dann selbstverständlich auch zu.

 

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