Nach dem seinem Album Dopamin Puzzle in 2012 ging es für Thomas Lizzara steil nach oben. Von der Szene begeistert gefeiert, kann sich der sympathische Berliner DJ vor Remixanfragen kaum retten.

Ob für Dr. Motte, Alle Farben oder David K – Thomas Lizzara zaubert stets stimmungsvolle und zugleich treibende Tracks, die ihres gleichen suchen und mühelos ins Gehör wandern. Doch auch die eigenen neuen Singles in 2013 wie „Django“ oder auch „Marianne“ feat Animal Swingkids stoßen auf enorme Gegenliebe.

 

Live überzeugt Thomas Lizzara nicht nur mit ausgefallenen und Genregrenzen sprengenden Sets in Clubs und Festivals, sondern mit individuellen und publikumsnahen Einlagen. Die tiefgehende Leidenschaft Lizzaras für elektronische Musik durchzieht seine Produktionen fast greifbarer wie ein roter Faden. Ohne sich in den Vordergrund zu drängen, bewegt Lizzara die Clublandschaft mit seinem unverkennbaren Sound und steht für Momentaufnahmen exzessiver Clubnächte. Mittlerweile sind auch die großen Technikhäuser wie Akai auf Lizzara aufmerksam geworden und supporten den Berliner. Partysan sprach mit Thomas Lizzara über aktuelle Projekte und seine Pläne.

 Mit welcher Technik hast Du angefangen aufzulegen, wie hat es sich entwickelt und womit arbeitest Du heute?

Also angefangen habe ich ganz klassisch mit Vinyl, anfangs noch mit 2 ganz einfachen Omnitronic Turntables, lach.  Die habe ich jedoch sehr schnell durch 2 Techniks MK2 ersetzt. Da habe ich mal am falschen Ende gespart.
2009 kam dann glaube ich das Novation Launchpad heraus, welches ich in Verbindung mit Ableton Live für kurze Zeit nutzte und meine Sets mit Vinyl, Macbook & Launchpad erweiterte.

Dann sah ich durch Zufall ein Video mit dem Akai APC 40 und dachte sofort, das ist es. Ich habe es mir sofort bestellt und direkt als es da war losgelegt. Ich bin auch bis heute sehr zufrieden mit diesem Controller und nutze Ihn bei jedem Gig.
Das geniale bei diesem Controller ist, das er sehr leicht und schnell zu bedienen ist und perfekt auf die Bedienoberfläche von Ableton Live abgestimmt ist. Keine unnötigen Spielereien oder unnötige Knöpfe, alles ist am rechten Platz und dank des geringen Gewichts und der passenden Tasche kann man Ihn im Flugzeug sogar in Handgepäck mit nehmen 😉

Mittlerweile hat AKAI Dich als Produzenten und DJ entdeckt und supportet Dich. War Dir das Thema Technik/Equipment neben der Musik generell wichtig?  

Wenn man selbst viel produziert und viele neue, unfertige Tracks am Publikum testen will, ist es schon wichtig es so schnell und unkompliziert wie möglich umzusetzen. Jeder hat da so seine eigene Lösung gefunden, meine ist definitiv immer noch, Ableton Live + Apc40 von Akai.

 Du bindest auch immer wieder Live Musiker in Deine Sets ein, wie gerade auf dem Berlin Summer Rave. Laufen die Signale alle erst zu Dir oder konzentrierst Du Dich auf Dein Set?

Meine Live Musiker sind alle so locker und cool drauf, das ich mich wirklich voll auf mein Set konzentrieren kann, ab und zu ein kurzes Zeichen gebe und Ihnen freien Lauf lassen kann. Wir proben auch nix, alles wird Live improvisiert. So macht es am meisten Spass und es bleibt in Bewegung.

Im Studio arbeitest Du sowohl mit analogen Geräten als auch mit Software und Plug Ins. Viele der Spuren wie bei Deinem Track Marianne werden live eingespielt. Weißt Du da beim Produzieren schon vorher wohin die Reise geht oder entsteht es mehr während des Prozesses?

Oftmals habe ich vorher eine Melodie im Kopf die ich gern aufnehmen will, aber meistens frage ich meine Musiker, lass mal Deine Idee dazu hören, dann sag ich noch, mach mal an der Stelle ein bisschen höher, emotionaler oder fröhlicher. Dann nehmen wir ein paar Sachen auf und ich suche mir dann in Ruhe das Beste raus, fertig.

Pressefoto_Thomas Lizzara (1)_webDein Sound hat sich über die Jahre immer weiter entwickelt, Du hast Dich anderen Genres und elektronischen Stilrichtungen geöffnet, was auf große Gegenliebe stößt.     

Ja, definitiv. Ich mag es sehr Abwechslungsreich.  Da lag es nahe, sich auch in anderen Stilrichtungen zu bewegen. Für mich muss es immer einen musikalischen Inhalt geben, wenigstens einen kleinen Wiedererkennungswert. Das mag ich selbst und die Leute anscheinend auch 😉

Thomas Lizzara bei Soundcloud & Facebook

(Foto ‚live Berlin Summer Rave 2013 – F & F Photography)
 

 

 

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