Terence Fixmer: Die Silvesterparty im Lehmann war total krass.

Hallo Terence, Es ist nun ca. zwei Jahre her, dass ich die das letzte Mal zu einem Gespräch traf. Damals war der Anlass dein Album „Comedy of menace“. Wenn du die beiden vergangenen Jahre einmal Revuepassieren lässt, wie waren sie für dich?

„Comedy of menace“ ist auch nach zwei Jahren immer noch ein super Album für mich. Alle Tracks die ich dafür gemacht habe sind immer noch up to date und perfekt zu spielen. Irgendwie war es schon ziemlich fortschrittlich mit der doch düsteren Richtung die ich eingeschlagen hatte.

Damals warst du noch sehr mit Electric Deluxe verbunden. Heute bist du ein fester Bestandteil der CLR Familie. Wie kam es dazu und wie fühlt es sich an, ein Teil dessen zu sein?     

Um ehrlich zu sein, ist Electri Deluxe ja sehr eng verbunden mit CLR. Es ist ein bisschen wie Bruder und Schwester, da Chris und Speedy J seit vielen Jahren enge Partner sind. Deswegen bin ich immer noch ein Electric Deluxe-Act und genau so ein Teil von CLR. Die beiden Labels passen in ihrer musikalischen Ausrichtung ja auch sehr gut zusammen. Ich kenne Chris schon ziemlich lange und nachdem ich die Remixe für Traversable Wormhole und Tommy Four Seven gemacht hatte, begannen wir auch im Management-Bereich zusammen zu arbeiten. Außerdem bin ich jetzt auch an einer 12“ für CLR dran.

Du bist am 18. August im Rahmen der CLR Residency wieder im Stuttgarter Lehmann Club zu Gast. Wie ist dein Eindruck vom Club nach deiner Prämiere am NYE? Freust du dich, wieder zurück zu kommen?

Die Silvesterparty im Lehmann war total krass. Ich kam um kurz nach 6 erst an, da ich davor noch in einem anderen Club bei Düsseldorf war und die Party war immer noch in vollem Gange. Für mich war der Gig was ganz besonderes, da ich normalerweise nur live spiele, dort aber irgendwann in ein DJ-Set rübergeswitcht bin und 2 oder 3 Stunden gespielt habe. Es hat mir total gefallen und ich freue mich schon, wenn ich wieder zurück bin. Auch die Crowd ist total offen für Experimente und ist voll mit meinem Sound mitgegangen.

Im Lehmann wirst du wieder LIVE performen. Es hat allgemein den Anschein, dass du wieder viel mehr Live spielst als noch vor 2 Jahren und gerade hast du ja auch gesagt, dass du fast nur noch live spielst. Früher warst du doch auch öfter als DJ zu hören, oder nicht?  

Nein, da muss ich dir widersprechen. Eigentlich spiele ich nur als Liveact, aber in letzter Zeit wechsle ich vom  Live- ins DJ-Set, damit ich länger spielen kann und auch Tracks spielen kann, die ich mag, die nicht von mir sind.

Und was von beidem macht dir denn generell mehr Spaß, DJing oder Live Act?

Ich bin Producer, deshalb war mein aller erster Gig auch ein Liveact und ich spiele seit über 10 Jahren live. Im Livespielen bin ich einfach mehr drin. Aber zur Zeit macht mir das DJing auch Spaß und deswegen ist es für mich, wie ich schon gesagt hatte, die beste Lösung, wenn ich von meinem Liveset in ein DJ-Set überwechseln kann und dadurch eine breitere Bandbreite an Sounds spielen kann

Wie sieht denn dein aktuelles Live Set Up aus? Kannst du uns da einen kleinen Einblick geben?

Als ich anfing,  hatte ich bei meinen Liveauftritten fast 30 Kilo Equipment dabei, was sich aber dank der Technik heute deutlich verringert hat. Ich verwende Ableton, ein paar Midicontroller, Machine für Native Instrument und das Evolver von Dave Smith.

Auf deiner Facebook Page habe ich folgendes kurzes Statement von dir gelesen: „Something for your mind, body and soul“. Könnte man so auch deinen Sound beschreiben?    

Die Lyrics stammen ja von Speedy Js altem Track auf Plus 8. Aber du hast schon Recht, ich würde meine Musik als sehr charaktervoll bezeichnen, da ich versuche sehr viel meiner Persönlichkeit in sie einzubeziehen. Ich mag es, wenn Deepness, eine hypnotische Atmosphäre und die Energie verschmelzen.

Du bist Franzose und lebst auch in deinem Heimatland. Kam für dich der Umzug in die „Welthauptstadt des Techno“ (Berlin) in Frage? Jetzt wo auch deine Agentur hier ist, und du sehr häufig in Deutschland spielst, wäre das doch ein naheliegender Schritt?

Ich habe von 1999 bis 2004 ja schon mal in Berlin gelebt. Ich bin immer noch viel dort und ich liebe Berlin. Klar überlege ich mir oft, doch wieder zurück zu ziehen, aber ich ändere meine Meinung da alle 2 Stunden. Mal schauen…

Zum Schluss noch ein kurzer Ausblick auf deine kommenden Veröffentlichungen. Hast du was in der Pipeline? Gibt’s vielleicht auch Pläne für ein neues Album?  

Zurzeit arbeite ich an neuen Tracks. Demnächst kommt ein Remix von mir auf Tresor, ich arbeite an einer 12“ für CLR und danach an einer 12“ für Electric Deluxe und dann wahrscheinlich wieder an einem Release auf meinem eigenen Label Planete Rouge. Vielleicht starte ich bald auch ein neues Album, aber das dauert dann noch sicher bis Ende 2013.

Vielen Dank für das Interview und wir sehen uns am 18.08. im Lehmann

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