Techno. Musik ohne Gema?


Diese Frage beantwortet sich ganz schnell von allein: Nein, auch Techno kommt in der Regel nicht ganz ohne GEMA aus. Sven Väth behauptet ja, er selber spiele nur 20 % GEMA-pflichtige Musik.

Im DJ Mag war sogar von durchschnittlich nur 5 % GEMA-pflichtiger Musik in einem Techno-DJ-set die Rede. Nach einer verlässlichen Quelle, die das bestätigt, sucht man jedoch vergebens.

Abgesehen von kleineren Stichproben, gibt es bisher keine Ergebnisse, auf die sich die Aussagen stützen lassen. Alles nur Schätzungen und Spekulationen… Das soll sich nun mit der Hilfe von vielen ändern!

Seit Anfang September verbreitet sich die Initiative TECHNO. MUSIK OHNE GEMA? wie ein Lauffeuer auf Facebook. Bei diesem einzigartigen Crowdsourcing-Projekt handelt sich um eine empirische Studie, welche die Beantwortung der folgenden Frage zum Ziel hat:

„Wie hoch ist der durchschnittliche Anteil GEMA-pflichtiger Musik in einem Techno-DJ-Set wirklich?“ Insgesamt werden 4 Phasen durchlaufen, in denen jeder die Möglichkeit bekommt, seinen Beitrag zu leisten.

Phase 1: Invite your friends!
wurde bereits erfolgreich abgeschlossen und das Vorhaben ist in allen Ecken Deutschlands angekommen. Nun befindet sich die Studie in

Phase 2: Send us your playlist!
Es werden massig Titelfolgen von deutschen Club-Sets benötigt. Hier sind vor allem die DJs gefragt: Du legst im Zeitraum vom 20.09. bis 17.10.2012 in einem deutschen Club im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf?

Dann sende die Playlist deines Sets an technostudie@gmail.com! Weitere Infos zur Einreichung und entsprechende Formulare findest du im Netz. Nach persönlicher Rücksprache via E-Mail besteht auch die Möglichkeit, nur die Aufnahme des Sets einzureichen, so dass die Titelfolge über die Crowd ermittelt werden kann.

Einsendeschluss ist der 21.10.2012. Für die darauffolgenden Phasen 3 und 4 werden dann möglichst viele motivierte Köpfe gesucht, die bei der Überprüfung auf GEMA-haltige Musik mithelfen.

Zuerst müssen nämlich die realen Namen aller Künstler ermittelt werden. Damit danach die Titel sowohl im Katalog der GEMA als auch in Katalogen ausländischer Verwertungsgesellschaften gesucht werden können.

Die Ergebnisse werden am Schluss öffentlich zur Verfügung gestellt, so dass sich jeder darauf berufen kann. Sie sollen mitunter als Basis für weitere Verhandlungen dienen.
Mehr zu dem Thema findet Ihrauf FACEBOOK oder bei technostudie.org.

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