Studienfach Techno-DJ


Heiße dänische Nächte in Berlin

Gestatten, ich studiere Bässe: In der weltweit wohl einzigen Techno-Akademie im dänischen Aarhus lernen die Studenten, wie man einer Partymeute einheizt und wie der Druck entsteht, der die Körper der Tänzer vibrieren lässt. Die Absolventen entern derzeit die Berliner Techno-Szene.

Die weiße Hose klebt am Körper, das Shirt hat sie ausgezogen, nur im weißen BH steht sie hinter dem DJ-Pult auf der Bühne des Clubs, Stroboskoplicht flackert. Um den Kopf hat sie ein weißes Tuch geschlungen, mit einem Schlitz für die Augen, die Frau will anonym bleiben, nur ihre Musik soll begeistern.

Und das tut sie: Dicht gedrängt tanzen etwa 400 junge Männer und Frauen zu den schnellen Bässen in der Kantine des Berghain, einem kleinen Nebengebäude auf dem Areal des weltweit berühmten Techno-Clubs am Berliner Ostbahnhof.

Dass der Act der Truppe Notic Nastic auch eine akademische Veranstaltung ist, ahnt die feiernde Menge nicht. Für sie ist es nur eine der vielen Elektro-Partys, wie sie samstagabends dutzendfach in der Hauptstadt veranstaltet werden. Für die Frau auf der Bühne ist diese Nacht Teil ihres Studiums. Ihre Uni: das Danish Institute for Electronic Music (DIEM) in Aarhus.

Deren Studenten sind gerade dabei, die deutsche Hauptstadt zu erobern. In der Partyreihe "Aarhus Berlin Crush (AB.C)", immer am letzten Samstag eines Monats, testen sie am deutschen Publikum, was sie in den Seminaren gelernt und in den Studios der Uni zusammengemixt haben.

DJ-Akademie mit harter Tür
Checkt den vollen Artikel von Sonja Pohlmann auf www.spiegel.de



by on Januar 4, 2010

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