Agenten sind für uns Normalsterbliche mysteriöse Spione, haben irgendeine 00-Nummer und sind auf ganz furchtbar geheimen Missionen.

Andreas Schreck ist weder eine Doppelnull noch ist seine Mission geheim: Der Wahl-Berliner hat seine Mission in weiser Voraussicht am Airport Würzburg gestartet und im ältesten Technoclub Europas das Fundament seiner Mission exportfähig gemacht.

Inzwischen ist der AGENT! in weltweiter Mission unterwegs und markiert sowohl Clubs wie Fabrik und Pacha, Events wie ADE und Sonar oder Labels wie Cocoon sowie zahlreiche Produktionen als Remixer mit seinem Footprint. In seiner Heimat gibt’s kaum eine namhafte Location, die er nicht missioniert hat. Von den klassischen Spionen unterscheidet er sich nicht nur durch die offizielle Mission: Das lonesome Rider Leben eines Spions ist nicht sein Ding, der AGENT! steht auf Teamwork, am liebsten mit seinen Homies.

Mit Homie Danito hat der AGENT! erst vor kurzem am Lagerfeuer von Daniel Boon gesessen und während wir uns im zugegebenermaßen lauen Winter die Ohren an den Lagerfeuer Remixen erwärmen, ist der AGENT! auf schweißtreibender Mission in Asien unterwegs.  Auf einem seiner kurzen Zwischenstopps irgendwann zwischen Lagerfeuer, Weihnachtskerzen und Lampions hat ihn Georg Hagmeier auf frischer Tat ertappt:

Hi Andreas, Du warst gerade erst bei uns im Kowalski in Stuttgart am Start, wie hat es Dir gefallen?
Das war ein super Opening der Deep Forest Reihe, geiler Laden mit top PA und Staff. Der Vibe war auf jeden Fall deluxe! Ich freu mich schon auf mein Sommerdate!

Eine weitere Connection in unsere Region besteht zu den Jungs von Brise Records. Anfang des Jahres hattest Du dort ein Release. Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Brise?
Den Helmut Dubnitzky und den Frank kenne ich schon lange. Ich bin quasi ein Basic Artist auf Brise, habe da schon 4 mal released und release weiterhin regelmäßig dort. Liebe Grüße an die Brise Boys an dieser Stelle !

Das Brise-Release liegt ja schon ein paar Tage zurück. Was gibt es aktuell für neue Produktionen von dir?
Ich habe in letzter Zeit sehr viele Remixe gemacht, z. B. für Daniel Boon, Sidney Charles & Jon Rundell. Anfang 2014 wird mein neues Studio in Berlin Kreuzberg fertig sein. Geplant sind einige Kooperationen z. B. mit Danito aber es wird auch eine neue Solo EP von mir geben.

Wie du schon ansprichst, entstehen viele dener Produktionen in Zusammenarbeit mit anderen Acts, wie z.B. M.inDanito, oder Sebbo. Ergibt sich das einfach immer so, oder macht dir die Teamarbeit mehr Spaß?
Ich steh einfach auf Teamarbeit, auf Ideen austauschen und auf den gegenseitigen Lernprozess der zwangsläufig dabei entsteht. Und mit den Homies macht doch alles mehr Spaß! Meistens ergibt sich das einfach oder man kennt denjenigen schon sehr lange wie zum Beispiel Sebbo. In meinem neuen Studio – was ich mir mit 3 DJs teile – werden mit Sicherheit auch die ein oder anderen Kooperationen entstehen.

Für mich persönlich ist deine Raw Symphony auf Cocoon immer noch einer der Übertracks um ein Set zu beenden. Was passiert bei Cocoon und dir aktuell?
Ja danke sehr! Der Track ist zusammen mit Danito entstanden und sollte mal in eine andere Richtung soundtechnisch gehen. Wir fanden es auch wahnsinnig aufregend, dass Cocoon ihn 8 Wochen nach dem ersten Release „Dopeman“ genommen hat und somit gleich ein 2. Release auf Cocoon möglich wurde. Mit Cocoon stehe ich regelmäßig in Kontakt – mal sehen was da in der Zukunft passiert.

Bei deinen Produktionen und Remixen gefällt mir immer wieder die Bandbreite. Manchmal klingt es ganz ruhig und minimal und manchmal geht es richtig technoid nach vorne. Willst du damit einfach eine breite Käuferschicht ansprechen, oder ist dein persönlicher Geschmack auch so breit gestreut?
Musik ist gut wenn sie gut ist! Ich höre persönlich ein recht weites Spektrum von Sounds und möchte mich da gar nicht festlegen. Es macht Spaß Styles zu kombinieren und sich auszutoben, oft entstehen dabei die besten Sachen!

Zum Jahreswechsel natürlich auch noch der Rückblick auf 2013. Was war für dich ein musikalisches Erlebnis, das dir in Erinnerung bleiben wird? Gab es Tracks die du im Jahr 2013 besonders gerne gespielt hast?
Ich war 2013 sehr viel unterwegs z. B. in Russland, Italien, Indien, Spanien, Frankreich uvm. Musikalische Erinnerungen gab es da einige, „Ninetose – Finder“ auf Kling Klong hat den ganzen Frühling und Sommer gerockt. Im Herbst „la Fleur“ auf Watergate Records im Kenny Larkin Remix. Außerdem fragen mich die Leute immer noch nach „work it“ – mein Release mit Vito & Danito auf Moon Harbour.

Und auch noch der Ausblick aufs neue Jahr. Was steht 2014 bei dir so alles an?
Ich werde auch 2014 recht viel auf Touren unterwegs sein, komme gerade erst aus Indien wo es fantastisch war und freue mich auf Asien, USA & Südamerika in den kommenden 3 Monaten. So kann man dem kalten Winter gut entfliehen. Natürlich spiele ich aber auch Gigs in Berlin und Europa. Und wie schon gesagt wird es 2014 auch wieder mehr Veröffentlichungen von mir geben. Ich werde weiterhin in Mission für gute Musik unterwegs sein – wie es sich für einen Agenten gehört!

Dann wünschen wir dir alles Gute auf deiner Mission und bedanken und für das Interview!

Interview: Georg Hagmeier

Kommentar verfassen, Diskossion starten, Meinung melden‽