Es klingt und es klongt! Kling-Klong-Führer Martin Eyerer lässt es in den Ohren sausen. Und Sause trifft es gut, zwingt er uns doch auditiv zum Wackeln des guten alten A. Feingeist-Ton für Feingeist-Ton okkupieren uns smarte Digi-Synthies und befehlen von Takt zu Takt Bewegung.


Bass und laterale Schwingung sonstiger sinusreicher Klänge bringen zu dem perfide tief und fein situiert das Dopamin in unseren Synapsen zum Vibrieren.
So klingen diese mit unter all den Weird-Tunes, ähnlich wie ein autarkes Instrument, das unsere Hirnhaut kitzelt. Hiermit sensibilisiert uns „Word Of Mouth“ zu akribischer Wahrnehmung, einer Klangerfahrung, die uns fühlen, tanzen, schreien und grinsen lässt.

Lässt sich Kling-Klong-Papa Martin doch mit diesem Solowerk auf ein Level liften, dass sich qualitativ von seinen sonstigen Co-op.-Eskarpaden (mit Gui Boratto, Oliver Koletzki oder Cassius) nie und nimmer unterscheidet – nur mit EINEM Unterschied: SOLO!

Und das definitiv ausgereift und unverschämt fein selektiert! Apropos:

Zusätzlich beschenkt Martin uns noch mit einem Bonus-Gimmick. So hört man auf CD N° 2 den Best-Of-Mix seines Labels Kling Klong, das schon lange untergründig schwingt und klingt wie eine avantgardistische Stimmgabel; die nicht jeder kennt und nennt heutzutage, im Dschungel des Kommerz.
Und dem Schatten sei Dank!

Dieses Understatement definiert sich durch den Begriff an sich, schon alleine als Wort, durch sich selbst, und bedeutet stets unter Status nichts zu verstehen weder zu bedeuten. „Word Of Mouth“ spricht mir wie aus dem Mund – von Gefühl und Kalkül einer heimlichen Klangwelt, die mich exklusiv nötigt, sie zu leben und zu feiern in den Clubs dieses skurrilen Daseins, meines vakanten Umfeldes.

Am besten als Eingeweihter dessen, dem andere unwissend sind: Diesem!

Martin Eyerer
Word Of Mouth
Kling Klong
3 x 12“ + Digi + Doppel-CD

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