Anthony Rother im Kurzinterview. Anlass war sein neues Album auf dem dafür frisch gegründeten Label Telekraft Recordings.

Ist es möglich mit rein digital gemischten Materialien und der damit verbundenen Reduzierung der Soundästhetik, ein ebenso gleiches Klangbild zu erzeugen, wie man es von herkömmlichen Produktionen kennt? Der selbsternannte Wissenschaftler Anthony Rother stellte sich dieser Frage und stellte sich zugleich der Herausforderung in seinem Labor. Soundformate wie gängige MP3 besitzen reduzierte Frequenzbereiche die sich spürbar noch bis 128 kbit erkennen lassen. Man spricht hier von Lo-Fi, Sounds die Klangvolumen verlieren und sich hörbar auf das wesentliche reduzieren. Es ist zwar möglich die komprimierten Dateien in ihren Rohzustand wie etwa „wave“ zu versetzen, doch ist der Verlust herunter gedrückter Frequenzen nicht umzukehren. Sind die Frequenzen einmal abgeschnitten, gibt es kein zurück. Dennoch ist es möglich datenkomprimierte Dateien für druckvollen Clubsound zu verwenden, ohne hörbaren Verlust für das menschliche Ohr.
Rother beschäftigte sich mit diesem Thema und stellte sich der Herausforderung selbst aus digitalen Sounds wuchtige Arrangements zu produzieren. Mit seinem neuen Album auf dem dafür geschaffenen Label-Fundament Telekraft Recordings präsentiert Anthony Rother neuen Diskussionsstoff im Wandel des digitalen Zeitalters. Deutsche und englische Texte kündigen dabei den Weg deutlich an. Der Sound selbst, modulierte Frequenzen die an Soundästhetik nicht verlieren und beweisen, dass selbst diese Art von Clubmusik funktioniert. Als Bonus erhält man eine zweite CD, die sich der reinen Zuordnung von Klängen ganz ohne Beat widmet und zeigt zugleich ein Universum aus Energiegeladenen Geräuschen des modernen Ambient.
Anthony, mit deinem neuen Album sorgst du für anerkennenden Gesprächsstoff. Wie kam es zur Überlegung einen neue Stufe der Soundästhetik zu erforschen und kompromisslos umzusetzen?
Einfach gesagt: war mir gerade danach einen komplett anderen Kosmos kreativ zu erleben.
Wie war deine Vorgehensweise bei deinen Produktionen zum neuen Album? Und welche Rolle spielte dabei der Einsatz von Hardware-Geräten?
Für diese Produktion spielte Hardware selbst keine Rolle. Zudem wurde es komplett digital produziert. und es wurde komplett digital produziert. Allerdings wurden die Pre-Master durch eine analoge Effektkette aufgezeichnet.
Wie sieht deine Planung nach dem Debüt-Album auf Telekraft Recordings in Zukunft aus und welche Rolle wird das Label Datapunk neben Telekraft weiterhin spielen?
Telekraft Recordings ist eine kreative Spielwiese wo es keine konkreten Pläne gibt. Dabei agiere ich eher spontan. Für Datapunk haben wir neue signings von diversen Künstlern gemacht. So haben wir UR Remixe (underground resistance / detroit) von „when the sun goes down“, die im Herbst erscheinen werden. Im Moment sind wir gerade bei der Konzeption von der „We Are Punks 3 compilation“, die auch im herbst erscheinen wird.

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