Kris Menace im Tech-Check. Mache niemals irgendetwas nur des Geldes wegen.

Kris Menace - by Thommy Mardo

Gerade erst veröffentlichte der international gefeierte deutsche Produzent Kris Menace aus der Pfalz sein erstes Vocal-Album Features, droppt er auch schon eine Single nach der nächsten. Die dazugehörigen Remixbeiträge lesen sich wie das Who is Who der elektronischen Musikszene. Kölsch, Thomas Schuhmacher oder auch DJ Pierre beeindrucken mit ihren Remix-Produktionen für nicht minder.

Das Album selbst beinhaltet Synergien mit Platin ausgezeichneten Künstlern wie Julian Hamilton von The Presets (Sydney), der fabelhaften Miss Kittin (Paris),  House Legende Robert Owens (London) und auch Daft Punk Kollaborateur Romanthony (New York) sowie weiteren illustren Gästen. Wir sprachen mit Kris Menace über seine Arbeit im Studio, um einen Blick hinter die Kulissen des Mannes zu werfen, der unter anderem für LCD Soundsystem, Depeche Mode, Metronomy, Royksopp, Air, Underworld, Moby, Benni Benassi, Martin Solveig, Bag Raiders, Pnau, Paul Weller, Kylie Minogue oder Lana Del Rey arbeitete./p>

Gib uns doch bitte einen kurzen Einblick in Dein Studio. Was für Equipment benutzt du?
Als Sequenzer benutze ich Cubase 7 auf einem Mac Pro. als Mischpult benutze ich ein da7 Panasonic Ramsa. Ich besitze diverse externe Effektgeräte wie dp4+, Fireworx etc. die Synthesizer-Liste reicht von klassischen externen Geräten wie Juno 106, Jupiter8, 303, 808, Chroma Polaris, Fender Rhodes bis hin zu modernen Synths wie dem Virus polar aber auch einige Software Synths. Als Abhöre benutze ich ein Genelec System mit Subwoofer, Yamaha ns10 als referenz sowie das UA Studio „reference in-ear monitoring system“.

Kannst Du uns am Beispiel eines Tracks Deines aktuellen Albums Features die Herangehensweise Deiner Produktion erläutern?
Das ist je nach Track wirklich sehr verschiedenen. Manchmal fängt man mit Melodien an, manchmal mit Beats. aber alles baut aufeinander auf, wie ein Baukasten System. Egal mit was man anfängt. Ich spiele einfach weitere Dinge on top und arrangiere eigentlich bereits ab der ersten Minute. Irgendwann ist dann der Track fertig.

Dein Schwerpunkt verlagert sich trotz eines Fuhrparks an Vintage Synthies und Kompressoren zum Digitalen. Dennoch kannst/willst Du auf einiges nicht verzichten. Womit arbeitest Du besonders gern?
Ich mag es wenn ich den Sound in Realtime “anfassen” kann. Das ist bei Software für mich immer eine Hürde. Liegt aber nur daran das ich noch aus einer anderen Generation komme. Ob das jedoch besser ist, muss Letzen Endes jeder für ich selbst finden.

Ermöglicht Hardware eine eingespieltere Routine als ständig aktualisierte Software oder hält sich das die Waage?
Ich finde schon das man mit Geräten, die nur eine Sache machen, effektiver arbeitet als das man zu viele Möglichkeiten hat. Wenn du zu viel Möglichkeiten hast. Dann vergisst du manchmal das Wesentliche. Aber auch hier gilt, jeder so, wie er am besten kann. Die Mischung macht es für mich.

Du bekommst von vielen Herstellern schon sehr früh die neusten Geräte um mit diesen zu arbeiten. Unter anderem warst Du schon sehr früh in Besitz derneuen Akai MPC Renaissance, in die Du Dich verliebt hast. Wofür setzt Du diese ein?
Die neue MPC ist super zum schnellen programmieren von Beats. Ich finde den Sound, das Handling und die Funktionsweise sehr schick. Es ist eine klasse Hardware in Verbindung mit Software. Genau das, was ich wirklich mag.

Remixes oder Original? Produzierst du lieber eigene Originale oder machst lieber Remixes?
Remixe sind eine gute Herausforderung, denn du musst mit vorhandenen Parts arbeiten. Bei original Tracks bist du viel freier und kannst einfach tun, was du fühlst.

Was würdest Du generell Newcomern raten, um im Markt überhaupt Fuß zu fassen?
Bleibe immer dir selbst treu, mache nur Dinge an die du selbst glaubst und mache niemals irgendetwas nur des Geldes wegen.

Vielen Dank für das Interview.
Ich habe zu Danken.

 www.krismenace.com

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