Köllumne. Alle Schwulen in den Knast hätte auch der Spoon gesagt!

PartyIm Funky Chicken wurde Zweitausend… Sexy zünftig gefeiert. Die 66-jährige Elli Pirelle (übrigens meine Schwiegermutter, die mich erschlägt, dass ich hier ihr Alter verrate!) rockte uns um Mitternacht. Als zum Schluss die Heteros noch ihre Schwänze zeigten und meine beste Freundin Roger den ein oder anderen Arsch lecken durfte, war alles gut …

 

und ich seit 24 Stunden im Dienst! Gut, dass Roger danach vorgab, eine private After mit Austern und Champagner vorbereitet zu haben. Die Austern waren natürlich geklaut, den Champagner brachten wir präventiv selbst. Blablabla… ja alles wird toll… dann: Was schon 12? Ab auf die Greenkomm.

Da war Party und alle nackt! Happy New Yeeeear! Willste was?  Klar! Was denn?  Hab alles am Start!… Ja, dachte ich mir, so sind die Schwulen: immer bestens ausgestattet. Bei den Heteros hörte sich das vorher so an: Happy New Yeeeear! Kennste jemand, der Koks hat? Dann doch lieber jetzt die Schwulen. War auf jeden Fall die richtige Entscheidung: natürlich musste Neujahr auch wieder der ganze Ring irgendwo vorm Palm Beach/Diamonds abgesperrt werden: da lag ne Alte mit zwei Messerstichen auf der Strasse … Happy New Yeeear!, frotzelte ich!

Also nackte Männer und Transen, Transsexuelle, Halb- und ganz Umgebaute, mit echten oder falschen Titten… sollten mich bis nachts verfolgen. Was ein Programm! Später dann noch: Janios Tea Dance! Zur Überraschung! Es war voll! Und wir beschimpften alle. Erst einzeln, dann im Rudel. Guck Sie Dir doch an! Die sind doch alle scheisse!

Meinste?
Ja, alle Schwulen sind scheisse  Stimmt, haste recht… eigentlich, ja eigentlich gehören die alle in den Knast!  Riesengelächter, wir hatten Recht! Die eine hat uns schon beklaut, die andere schlechtes Zeug vertickt, die nächste bescheisst Ihre Gäste… und für üble Nachrede, Beleidigung und Prostitution bekam man den Rest auch leicht ran.

AB IN DEN KNAST! ALLE! Auch Veranstalter Janio! Roger: Nee, da will die doch nur hin! Gefickt werden! Ich: Stimmt! Hm… Dann musse zurück! Roger: Zurück?  Ich: Ja, zurück nach Rio… ab in die Fawela  Riesengelächter! Ja, da kommt die her! Roger: Hey Janio, komm mal her!  Ich: Nein, sag das nicht!… zu spät! Roger: Knast oder Fawela?

Wo würdste hin? Janio: Waaas? Roger (als ob das schon klar wär): Mensch Janio! Du musst dich entscheiden: Knast oder Fawela? Janio: Aber ich nicht komme aus Fawela! Riesengelächter! Die LÜGNERIN!  Wir entschieden: Einzelhaft und: …die muss putzen. Ja! Mit dem Arsch entlang der Gitterstäbe, dann kann jeder mal ran  Was meinste, wie die putzt? – Blitzblank!

Einen blitzblanken Abgang machte wenige Tage später leider auch Mark Spoon. Was Seinesgleichen wohl bei dieser Nachricht gedacht haben? Unsere Techno-Ikonen und DJ-Götter, die der ersten Stunde, die es seitdem nicht weniger spassig haben angehen lassen? Ob die wohl zusammengezuckt sind? Ich schon!

Der Spoon war nicht der Schönste, aber einer der Erfolgreichsten … und auf jeden Fall der mit Abstand Lustigste. Der Westbam sagte immer: Wenn man den Spoon als Tourbegleiter buchen könnte, würde ich das sofort tun. Ich werde nie das Video vergessen, als er zur Estrelladam Autogrammstunde auf Ibiza die Böschung nicht mehr hoch kam oder er sich auf irgendeiner Mayday immer wieder auf den armen kleinen Tasso setzte. Jeder, der ihn kannte, hat mehr als eine abenteuerliche Story von, mit oder über ihn auf Lager… dabei war der Spoon kein Clown sondern ein waschechter Entertainer. Einer der besten, wenn nicht DER!

Auch wenn er nach aussen gerne den Assi gab, kennen wir ihn vor allem wohlerzogen, als Gentleman und Kosmopolit. Man kann jetzt heulen viel zu früh, er wird uns fehlen, schade auch…

Ich denke dazu folgendes: Es zählt nicht, wie lange man lebt, sondern was man in seinem Leben tut! Mit seinem Werk hat er dafür gesorgt, noch bei Generationen von Clubbern in Erinnerung zu bleiben. Durch seine Art bei uns in allerbester!

Löffel, misch den Himmel auf!

Euer Theo.

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