Roger Sanchez. Bereits mit dreizehn Jahren stand er das erste Mal hinter zwei Plattentellern und versuchte sich als Mixer.

Dabei spezialisierte er sich aber nicht auf einen bestimmen Stil, sondern ließ sich von den verschiedensten Stilen beeinflussen. Salsa, Disco, Hip Hop, Blues und natürlich House. Sein ursprüngliches Architekturstudium hängte Roger Sanchez 1987 zugunsten der Musik an den Nagel. Statt Häusern baut er jetzt geniale Tracks.

„Wenn ich einen neuen Track produziere, dann arbeite ich zunächst meistens an den Beats, um ein grundlegendes Gerüst zu schaffen, auf dem sich weitere Klänge aufbauen. Nach dem Fundament folgen dann oft Basslines, Flächen und verschiedene Lead-Sounds.” So Roger Sanchez.

Zu allererst herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner Tochter. Hatte das einen positiven Einfluss auf deine neue Party-CD „Release yourself 6″?

Dass meine Tochter Soleil geboren wurde, hatte einen unglaublichen Einfluss auf mein Leben. Meiner Meinung nach hat die diesjährige Party-CD einen fröhlichen und kribbeligen Charakter, genau wie meine Tochter.

Das ist schon die sechste Ausgabe und wie du ja weißt, ist ja die elektronische Tanzmusik auch immer in Bewegung. Was war nach deiner Ansicht die größte Veränderung in der Dance-Szene in den vergangenen sechs Jahren?

Wow! Es gab so viele Veränderungen. Durch die Technologie-Explosion haben sich die Studios der Produzenten halbiert, die DJ‘s verlassen die Pfade des Vinyls. Sie nehmen CD-Bücher mit in den Club und neue Dance-Music erscheint täglich. Man bewegt sich mit Lichtgeschwindigkeit. Dank des Internets hat sich alles verändert, sowohl was den Vertrieb und den Einzelhandel angeht, als auch die Promotion.

Dieses Jahr war sehr erfolgreich für dich: du hast den Imda Best Podcast Award für Release Yourself bekommen. Wie sorgst du dafür, dass der Release Yourself Podcast frisch und aufregend bleibt?

Ich habe ein großartiges Team, das mir beim Podcast hilft und die Musik aktuell hält. Ich versuche immer jede Show neu und aufregend zu machen mit jeder menge treibender Musik und den typischen S-man Sounds.

Auch die Release Yourself Radio Show hat eine große Hörerschaft und mehr als zwanzig Radiostationen verbreiten sie. Während die digitale Revolution voranschreitet, glaubst du, dass es für das konventionelle Radio noch eine Zukunft gibt?

Auf jeden Fall! Solange es Regierungen gibt, wird das konventionelle Radio immer seinen Platz in der Gesellschaft haben. Die nächste Revolution, was die Verbreitung betrifft, wird das Satelliten-Radio sein. Es ist mein Traum, eines Tages meinen eigenen Sender bei einem Satelliten-Netzwerk zu haben.

Wir haben mal einen Blick auf deine Websites geworfen. Du hast ganz schön viele Freunde bei MySpace. Hast du da noch Zeit auf alle Mitteilungen, Anfragen und Kommentare zu antworten?

Ich weiß das gar nicht so genau, weil ich nicht jeden Tag die Gelegenheit habe, nachzugucken. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit, allen zu antworten und ich schätze jeden einzelnen, der mit mir in Kontakt tritt. Die Anzahl meiner MySpace-Freunde hat, glaube ich, schon die 30.000er Marke geknackt, aber wer zählt das schon. Jeder ist mein Freund, lol. (www.myspace.com/rogersanchez)

Du bist bekannt dafür, ein sehr kreativer Mensch zu sein und das spiegelt sich auch in den Cover Artworks der Release Yourself Cd‘s wider. Was sind der Look und das Feeling der sechsten Ausgabe der Release Yourself Samplereihe?

Im diesjährigen Artwork sind richtig schöne Strukturen und Schichten drin. Das wird ordentlich vermischt. Diesmal ist ein Zodiac-Theme dabei, deshalb habe ich mich für Grafiken in einem natürlichen Look entschieden.

Stealth Records bringt noch Vinyls heraus. Wie lange, denkst du, wird’s das noch geben?

Ich liebe Vinyl und werde immer Platten veröffentlichen, wenn auch in kleinen Mengen. Ich glaube, Vinyl wird es noch lange geben, aber die digitale Revolution ist in vollem Gange und die Plattenteller kann man offiziell eigentlich schon wegpacken.

Welche Tracks, die auf der Compilation zu finden sind, werden in Zukunft bei Stealth Records veröffentlicht werden?

The Nightcrawlers – Push The Feeling (Remixes), Terranova & Leeds – Dirty Sound, quite possibly Agent Greg “Symphony”.

Am 7. September präsentiert die Stargate Group Roger Sanchez im Wiener Birdland, also packt eure Tanzschuhe ein und kommt hin!

 

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