Hallo die Herren, Schön, dass ihr Zeit für uns habt. Um hier von Beginn an die eventuelle Verwirrung aus der Welt zu schaffen, solltet Ihr euch vielleicht bitte kurz vorstellen. Eventuell hat der ein oder andere Leser hier ja zwei Damen erwartet. Wahrscheinlich seid Ihr schon x-mal gefragt worden und könnt die Frage sicherlich nicht mehr hören. Ich muss trotzdem fragen. Sorry! Aber wie kommt man dazu sich als männliches DJ-Duo, einen offensichtlich weibliches Alter Ego zu verpassen? Lebt Ihr dadurch etwa eure versteckte weibliche Seite aus?

Guten Tag auch, richtig, hätte man damals im geringsten geahnt wie oft man auf die Entstehungsgeschichte des Namens angesprochen werden könnte, vielleicht hätte man es anders gemacht, oder sich zumindest eine oberspecktakuläre Story dazu ausgedacht. Die gibt’s aber leider eigentlich gar nicht, denn es ist ganz einfach so, dass der Stefan seit eh und je als Jj Lore unterwegs war und sich im Zusammentreffen mit Steffen in 2008 die obergeniale Idee ergab, aus Steffen “Hanne” zu machen und sich von nun an “Hanne & Lore” zu nennen.

Ist es eigentlich schon mal vorgekommen das Promoter oder Gäste tatsächlich zwei Frauen erwartet haben, als sie „Hanne & Lore“ gelesen haben oder im Club erlebt haben?

Promoter & Gäste wissen ja bescheid worauf sie sich einlassen, allerdings gibt es des Öfteren mal irritierte Rezeptionisten in den Hotels.       

In Stuttgart selbst wart Ihr ja bisher noch nicht zu Gast. Dafür aber schon einige male im Umland. Ich glaube in Kirchheim und Tübingen. Wie sind denn eure Eindrücke von der schwäbischen Techno/House Szene?

Haben gerade vor ca. 3 Wochen in Kirchheim gespielt – eine Off-Location in einem ehemaligen Kino und die Party sowie die Crowd sind uns in bester Erinnerung. In diesem Sinne noch mal einen dicken Gruß ins Schwabenland !

Vom Umland tastet Ihr euch langsam aber sicher an die Stadt Stuttgart heran. Im August seid Ihr bei unserem Day and Night Festival zu Gast. Was wisst Ihr bisher über den Event? Mit welchen Erwartungen reist Ihr an?

Das Day & Night Fest ist natürlich eines unserer Highlights in diesem Jahr! Ein richtig dickes Dingen mit einem Wahnsinns-LineUp, wir freuen uns sehr drauf, dort zu spielen!

Ende des Jahres kommt Ihr dann wieder. Diesmal dann ins Toy. Wie ist denn generell eure Wahrnehmung der Stuttgarter Techno/House Kultur aus der Ferne? Was bekommt man so mit, als Außenstehender?

Rocker 33, Romy S und M1 sind die einzigen Läden, von denen wir aus Stuttgart schon mal gehört haben, wir sind also sehr gespannt auf das Toy 🙂 Ansonsten haben wir grad die Platte von Konstantin Sibold gekauft und die trägt den schönen Namen “Stuttgart EP”!

Natürlich seid Ihr aber nicht nur im Süden on Tour. Eure Schedule ist fast schon komplett voll. Ihr seid eigentlich jedes Wochenende in Deutschland unterwegs. Ausländische Bookings sind aber bisher, zumindest noch, die Ausnahme. Wie erklärt Ihr euch das? Macht Ihr eher Sound für die deutschen Clubs, oder werdet Ihr einfach noch nicht so sehr im Ausland wahrgenommen?

Die Frage wurde hier auch schon in der ein oder anderen Kaffeepause aufgeworfen. Vielleicht denkt man im Ausland halt  bei “Hanne & Lore” noch an 2 alte unattraktive Waschweiber!??

2012 kann man glaube ich mit Recht als eure bisher erfolgreichstes Jahr bezeichnen. Ich habe vernommen, dass ihr auch in der Planung für ein eigenes Label seid. Könnt Ihr da schon etwas konkreter werden? Wann geht s los? Mit welchen Künstlern usw.?

Jau, das eigene Label steht in’s Haus und damit auch ne Menge Vorarbeit, die momentan ständig durch andere Baustellen unterbrochen wird Angedacht für den Labelstart war eigentlich August, aber nun wird’s allerdings doch ein bisschen weiter aufs Jahresende geschoben werden. Jawohl, der Fahrplan ist klar soweit, aber der wird dann ein anderes Mal bekanntgegeben, okai!?

Okay, dann aber bitte exklusiv bei uns im Heft. Lasst uns noch mal zurück zu euren Gigs kommen. Ihr seid ein sogenanntes DJ-Team. Wie kann man sich eure Sets vorstellen. Spielt ihr klassisch back 2 back oder jeder mal eine Weile allein, dann wieder zusammen? Oder ist das auch mal spontan?

Bei uns ist es wirklich ein klassisches Ping-Pong. Dabei geht’s dann auch wie im wahren Leben recht spontan vonstatten. Klar, man hat seine 3-4 Lieblinge die einen über einen gewissen Zeitraum in jedem Set begleiten aber der Rest passiert im Affekt. Wenn einer pullern muss, wird allerdings ein Track mit entsprechender Länge eingeschoben, damit man zeitig zum nächsten Übergang wieder am Deck steht.

Nachdem wir nun wissen wir Ihr an den Decks arbeitet, wäre es auch interessant zu wissen wie es bei euch im Studio läuft. Ist einer der „Frickler“, der andere eher der „Zuhörer“ und „Input“-Geber? Wie teilt Ihr euch dir Arbeit? Wer macht was?

Steffen ist da für den Produktionskrams, sprich Studioarbeit zuständig. Da ist es der Erfahrung nach halt auch so, dass er am besten alleine an den Tracks arbeiten kann & dann am liebsten fast fertige Tracks präsentiert. Diese werden dann natürlich zusammen nochmals überarbeitet & durch Stefan inspiriert und abgenick.

Abschließend noch ein kurzer Ausblick auf den Sommer. Was gibt’s neues von euch auf die Ohren? Neue Releases und wo seit ihr in den nächsten Wochen zu sehen?

Oh schön, ein bisschen Platz für Werbung! Unsere aktuelle EP “Samba Oleg” ist Ende Juni auf dem Label MBF erschienen. Diese beinhaltet 2 leckere Tanzschnitten & erfreut sich in unseren Sets momentan auch sehr großer Beliebtheit, was uns wiederum total entzückt.

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