Im September erscheint endlich ein neues Album von Johannes Heil. Nach vielen Releases auf Kanzleramt und Klang Elektronik ist das jetzt sein Debut auf Cocoon Recordings.

Wir haben uns mit Johannes über das Album und die Zusammenarbeit mit Cocoon unterhalten. Der Albumtitel „Loving“ hat uns dabei sofort neugierig gemacht. Ist Johannes Heil neu verliebt, liebt er sein Studio, oder herrscht einfach nur verliebte Stimmung? Er klärt uns auf:

„Mir geht es darum sich grundsätzlich allen Aspekten des Lebens liebevoll zu öffnen. Geschieht alles mit Liebe und voller Hingabe, kommt der Himmel uns ein Stück näher. Aber frisch verliebt bin ich auch und widme meine Arbeit meiner Freundin, da die meisten Stücke nach unserem ersten Treffen produziert wurden und die dadurch entstandenen Gefühle in sich tragen. Es ist eine personelle und transpersonelle Liebeserklärung in einem.“

 

Die neue Freundin ist also ein Grund, warum Johannes auch Zeit außerhalb des Studios verbringt – trotzdem hat es erstaunlich lange gedauert, seit er seine letzte Platte rausgebracht hat.

„Nachdem Discomania, der Vertrieb von Shit Happens, Insolvenz angemeldet hatte, waren mir releastechnisch für einige Zeit die Hände gebunden. In der Zwischenzeit habe ich an einigen Sachen im Studio gearbeitet und Schritt für Schritt den Weg zum neuen Album gefunden.“

 

Wo wir beim neuen Album angekommen wären, dass uns gleich mit dem ersten Track überrascht hat. Die Beats hören sich an wie „We Will Rock You“ von Queen, was aber nicht beabsichtigt war:

„Ich habe in jedem Fall während ich an dem Lied gearbeitet habe nicht an Queen gedacht. Später ist es mir natürlich auch aufgefallen, dass der Rhythmus vom Anfang an „We Will Rock You“ erinnert. Ob diese Tatsache Zufall genannt werden kann, weiß ich nicht. Meine Inspiration zu diesem Stück kommt zum einen von meinem Lieblings-Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch und die Dschungelolympiade“, zum anderen mag ich afrikanische Rhythmen sehr gerne. Worum es in dem Stück geht, ist die Geburtsstunde des Menschen, im Break wird aus einem schreienden Affen ein schreiendes Baby – Hallelujah!“.

 

Wie man an dieser Antwort schon hört ist das Album zwar sehr modern, hat aber viele Retroelemente mit vereint. Mit welcher Taktik er diese Soundvielfalt geschaffen hat, hat er uns auch verraten:

„ Wie Sounds klingen ist aus meiner Sicht nicht abhängig davon, mit welchem Equipment gearbeitet wird, sondern wie sie programmiert sind und eingesetzt werden. Es ist genauso möglich, analoge Maschinen neu klingen zu lassen, wie einem aktuellen Digitalsynthie einen oldschooligen Flavour abzugewinnen – das ist alles eine reine Einstellungs- und Einsatzfrage. Ich habe beim Album mit Software, als auch mit digitaler und analoger Hardware gearbeitet und glaube nicht, dass es nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt gibt, der genau hören kann, wel- cher Sound mit welcher Art von Instrument gemacht wurde.“

 

Das Album „Loving“ ist auch das erste Release auf Cocoon Recordings. Obwohl Johannes schon seit Jahren zur Cocoon-Crew gehört und auch über Cocoon verbucht wird, hat das seine Gründe.

„In den vergangenen Jahren habe ich Cocoon bereits einige Titel angeboten, allerdings hat es vorher soundtechnisch nicht so gut gepasst. Doch mit der liebevollen Energie und den organisch groovenden Rhythmen von „Loving“ sind wir uns einig geworden und freuen und auf das gemeinsame Projekt.“

 

Ein neues Album bringt auch immer eine Tour mit sich, die bei Johannes Heil Ende August starten wird. Von London geht es direkt zum SEMF nach Stuttgart und von dort dann weiter nach Italien und zur Green & Blue.

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