Das neue Album des Künstlers Martin Merz auf dem Label Vordergrundmusik gleicht in gewisser Weise der Serie Twin Peaks. Anfangs ist man ein wenig verwirrt und weiß noch nicht so recht was man dem ganzen halten soll. Irgendwie ist man aber auf eine unerklärliche Art gefesselt und schaut, bzw. hört in diesem Falle weiter. Und erst im Laufe des weiteren Entdeckens und Verstehens verliebt man sich in das Werk, fängt nochmal von vorne an um keine Details und Einzelheiten zu verpassen. Wie auch David Lynch damals alles in einem großen Kontext gestellt hat, so schein auch Martin Merz ein wahres Konzept Album aus der Taufe gehoben zu haben.

Die einzelnen Tracks sind stilistisch miteinander verwoben, bieten aber teils sehr unterschiedliche Klanglandschaften, so dass man mal gemütlich durch Downbeat Täler fährt und dann mit Druck unter der Haube auf der Techno Autobahn in Richtung Mitternacht unterwegs ist. Keine Frage, Martin Merz hat sich Zeit für seine Produktionen genommen und viel Liebe und Zeit in die Sounds und das Arrangement gesteckt.

Nur der Track Clubber mit deutsch eingesprochenen Vocals und leichten Kraftwerk Einflüssen wirkt ein wenig deplatziert und außer der Reihe. Dennoch schafft Martin Merz ein fantastisches und zeitloses Album, dass es zu entdecken gilt. Wer sich Zeit und Gehör dafür nimmt, wird nicht enttäuscht werden. Das ganze kommt nicht nur digital, sondern auch noch in feinster heavy weight Vinyl Edition. Besser geht es nicht.

Das Album gibt es auf Vinyl und bald auch digital.

Über den Autor

Martin liebt drückende Bässe, die nicht nur den Magen berühren sondern auch den Geist zum Tanzen bringen. Dreckige Clubs stehen generell oben auf der Liste, während der Hochglanzladen mit Glastheke eher unbesucht bleibt. Immer auf der Suche nach dem neusten Beat, dem frischen Groove und dem mitreißenden Sound schreibt Martin seit Jahren für unterschiedliche Musikmagazine und Blogs ohne dem großen Hype hinterherzulaufen.

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