Ein amerikanischer DJ der nach einem Streit über Musikwunsch auf einen Clubber fünf mal aus einer Schrotflinte geschossen hatte, wurde vor ein paar Wochen wegen Mordes angeklagt, nachdem die Staatanwälte seine Behauptung er habe sich selbst verteidigen wollen, abgewiesen haben. 


DJ Outlaw angeklagt wegen Mordes, Cari Lekebusch wegen Bierdiebstahls

Wie das Atlanta Journal-Constitution berichtet, wurde Johnny Jackson (aka DJ Outlaw) von Mark Williams im Club von Rockafella in South Fulton County sofort angegriffen, weil er sich weigerte die CD des Opfers abzuspielen, um sich dann später zu rächen, indem er ihn draußen auf dem Parkplatz erschossen hat. 

„Sie haben das volle Recht sich selbst zu verteidigen wenn Sie das Gefühl haben das Ihnen gedroht wird“, sagte der Verteidiger von DJ Outlaw den Reportern, „ Und Sie haben das Recht Gewalt anzuwenden – tödliche Gewalt, wenn es sein muss“.


Eher lustig kommt einem da die kleine Story von Cari Lekebusch rüber:
Der schwedische Techno-Star Cari Lekebusch hatte ebenfalls vor ein paar Jahren in Stockholm eine gewalttätige Auseinandersetzung in der DJ Kabine, allerdings wegen eines Missverständnisses um seine Identität, sagte er Skrufff in einem Interview im Jahre 2005.


„Ich wollte gerade anfangen zu spielen, und ging durch die Platten in meiner Kiste, als dieser Typ zu mir kam und sage: ‚leg das Bier weg! Du kannst nicht einfach das Bier des DJs trinken! ‘“
 „Ich bin einer der DJs, ich soll hier gleich anfangen, aber irgendwas war komisch mit ihm. Er war sehr aggressiv und er versuchte mich zu schlagen“, erinnerte sich Cari.


„Ich war schnell genug um zu verhindern, dass ich aufs Maul kriege. Ich weiß nicht ob ich meinen Kung Fu Künsten dafür danken kann, aber sie haben auf jeden Fall geholfen. Er schlug zu, und es ist kein Problem einem Schlag aus dem Weg zu gehen, also habe ich das gemacht. Dann stoppte er, weil er erkannt hatte, dass ich wirklich ein DJ bin.“, schmunzelte er. 
 „Das war in Stockholm. Eigentlich eine typische Begebenheit für Stockholm.“

Als im gleichen Jahr der US-amerikanische House Pionier Frankie Knuckles mit Skrufff über das Problem mit Anfragen an DJs geplaudert hatte, war er deutlich weniger nachsichtig. 
 „Auf einer Party gibt’s gelegentlich immer die eine Person, die denkt dass ich nicht gut genug spiele. Ich kenne diese Leute nicht, und sie kennen mich nicht, aber sie denken dass sie mich doch kennen. Sie begreifen einfach nicht, das wenn sie zu mir kommen und mich unterbrechen, um so etwas zu sagen, dass sie meine Konzentration komplett abbrechen, und meinen Abend kaputt machen.“
 „Ich könnte nie zu jemandem gehen, der gerade arbeitet und ihm sagen dass er in seiner Performance nicht das Beste aus sich rausholt; Ich könnte ihm das nie antun und seinen Tag kaputt machen.“

„Aber wie werde ich damit fertig? Der einzige Weg um damit klar zu kommen ist der, dass ich ihnen nicht erlaube mir zu nahe zu kommen. Ich mag es nicht in diese Position gedrängt zu werden; ich möchte nicht vom Publikum getrennt werden. Ich mag es nah an der Menge zu sein, aber nicht so nah das sie mich stören.“

„Ich würde sagen, das etwa 90% der Leute das verstehen, aber es gibt auch die 10%, die es nicht verstehen, die denken das der Grund warum ich so nah bei ihnen bin der ist, das sie mich während meiner Arbeit stören können. In der Minute in der sie meinen ganzen Kopf zerstören und meinen Abend ruinieren, wird der Rest des Abends Arbeit, und das ist furchtbar.“, sagte er.

Tja.

Geschichten aus der DJ Kanzel.

Ist schon ein harter Job.

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