Am 05.03. wird Paul Harris (Member der Formation Dirty Vegas) im Neusser Tribehouse eines seiner hierzulande mehr als raren DJ-Sets zum Besten geben, was Tribehouse-Chef Erik Ludwig höchstpersönlich veranlasste, dem Mitverantwortlichen für Erfolge wie Days Go By einige Fragen zu stellen.


Am 05.03. wird Paul Harris Member der Formation Dirty Vegas im Neusser Tribehouse eines seiner hierzulande mehr als raren DJ-Sets zum Besten geben, was Tribehouse-Chef Erik Ludwig höchstpersönlich veranlasste, dem Mitverantwortlichen für Erfolge wie Days Go By einige Fragen zu stellen. Anhand seiner Aussagen darf man mehr als gespannt auf den ersten Samstag im März sein, wenn in Neuss unter den Beats des Londoners diverse Schuhsohlen durchgetanzt werden.

Paul, Du bist einer von 3 Mitgliedern von Dirty Vegas. Was ist Dein Part in der Band und was der Deiner Partner?

Ich denke, mein Anteil betrifft vor allem den Club, ich lege seit geraumer Zeit auf. Im Studio bin ich mitverantwortlich für das Basteln der Beats, das Arrangieren, wohingegen Ben der Perfektionist ist. Alles klingt hervorragend, nachdem er Hand angelegt hat, ausserdem ist er sehr talentiert an Gitarre und Keyboard. Steve ist unser Sänger und Songwriter. Die Balance ist also ausgewogen und stimmt…

Jeder kennt Dirty Vegas in den USA und dem UK. Auch, wenn Ihr hier nicht so viele Platten verkauft wie dort, geniesst Ihr in Deutschland Ansehen und habt viele Fans. Plant Ihr zukünftig auch Konzerte in Deutschland?

Momentan ist nichts dergleichen geplant, wir haben in den letzten 4 Jahren hart gearbeitet. In diesem Jahr werde ich – was das Produzieren angeht – wieder mehr in Richtung House gehen und mehr DJen, denn das ist es, was ich liebe und vermisse!

Was ist wichtiger für Dich – Dj sein oder in der Band spielen?

Das Djen ist mir schon wichtiger. In einer Band zu sein ist fantastisch, hinter den Decks zu stehen und die Crowd abgehen zu sehen, ist jedoch eine ganz andere Sache. Beides ist toll, ich bin aber mit ganzem Herzen DJ.

Wie begann Deine Karriere?

Ich begann mit dem Auflegen um 1989 in dem damals sehr berühmten Mud Club. Ich spielte im Backroom Disco, HipHop, Funk und House. 1990 eröffnete gegenüber ein Club namens The Milk Bar und nach einer Weile spielte ich dort mit Djs wie Nicky Holloway, Pete Tong, Paul Oakenfold und Danny Rampling. Es war ein wahnsinniger Club, fasste gerade mal 250 Leute, hatte aber immer ein exquisites Line-Up. Von dort aus startete ich durch England und nach Europa.

Du hast ein Jahr Auflege-Pause eingelegt. Das muss hart für Dich gewesen sein.

Ich habe nach wie vor auf Privatparties und Fashion-Shows aufgelegt, Parties für Mario Testino, Kate Moss, Fendi, Juicy Couture und andere, ausserdem war ich in NYC und Miami unterwegs. Davon abgesehen kann ich es aber wirklich kaum erwarten, wieder vor vollen Clubs zu stehen. Ich werde in den United States, Ibiza und Südamerika spielen

Spielst Du auf Festivals und hast Du bei solchen Gelegenheiten Kollegen, die Du Dir gerne anhörst?

Ich habe noch nie auf einem Festival aufgelegt, als Bandmitglied jedoch schon einige Erfahrungen gesammelt. Coachella in Palm Springs oder Fuji Rock in Japan sind zum Beispiel erwähnenswert! Im übrigen schaue ich mir immer andere Bands an, wie Coldplay, Underworld, Deep-Dish, Queens of the Stone Age, Primal Scream und natürlich die besten Djs…

Du spielst auf vielen VIP-Events, kam das durch den Erfolg mit Dirty Vegas oder hattest Du vorher schon die richtigen Kontakte?

Ich lege auf diesen Partys schon seit 10 Jahren auf. Vor 8 Jahren fing ich an, im Madame Jo Jos zu spielen und Leute wie Oasis oder Kate Moss waren dort Stammgäste. Diese Woche habe ich für die Pre-Show der Brit Awards, eine Fashion-Show und die Brits-Afterparty aufgelegt. Das alles geniesse ich aber genau so wie den dreckigsten Underground-Club.

Du hast für einige sehr berühmte Leute aufgelegt, gab es da witzige Erlebnisse?

Ich denke, ich bin eine sehr glückliche Person, da ich die Möglichkeit habe, viele interessante Menschen kennen zu lernen, wie zum Beispiel Madonna auf ihrer Tour-Abschluss-Party! Witzige Anekdoten würden hier den Rahmen sprengen…

Woran würdest Du den Hauptunterschied zwischen solchen Parties und normalen Clubs fest machen? Hast Du eine Residency?

Auf diesen VIP-Events spiele ich alles, von Pop über Old School House, Disco, Hip-Hop, Funk  was auch immer einen zum Tanzen bringt. In House Clubs nehme ich die Sache etwas ernster, jedoch immer mit dem Augenmerk darauf, dass das Publikum eine gute Zeit hat. Resident bin ich im Londoner Kabaret, öfter anzutreffen werde ich auch im New Yorker Lotus sein.

Ist dies Dein erster Gig in Deutschland? Was erwartest Du von Deinem Set im Tribehouse?

Ich kenne Loco Dice ziemlich gut und er hat mir schon einiges über den Club erzählt. Er sagte, ich könne spielen, was ich will und die Crowd wird verrückt spielen, da das Soundsystem überragend und die Leute schlicht der Wahnsinn sind! Ich habe zwar schon mal in Deutschland gespielt, das ist allerdings schon länger her. Ich kann es kaum erwarten!

Als DJ und Band-Member kommst Du viel herum. Wo gefällt es Dir am besten und warum?

Es klingt vielleicht cheesy: Am wohlsten fühle ich mich in London mit meinen Freunden (und meiner Freundin). Reisen ist toll, heimkommen noch viel toller! (el)

Samstag, 05. 03. 2005
Sexy @ Tribehouse, Neuss
Houseroom

Dirty Vegas aka Paul Harris
Gregor Wagner

Mainclub
Kid Alex
Woody
Patrick Specke

Doors: 22.00
Entry: 12 Euro (kein MdVz)

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