Zwei Jungs von Weltformat: Format: B ist eines der sympathischsten Gespanne der Elektrowelt, wenn es um funky Techhouse mit Schmackes geht. Endlich sind die umtriebigen Herren mal wieder bei uns. Jep – beide! Denn das Romy S. ist einer der wenigen Clubs, in denen das Duo auch wirklich als Duo auftritt! Die können’s eben nicht erwarten, in Stuttgart zu spielen. Wir ja auch nicht! Da sieht man’s mal wieder:

Elektronische Tanzmusik bringt die Menschen zusammen. Format: B sind da ein erstklassiges Beispiel für. Muss man sich nur ihre Biografie anschauen. Jakob wächst im trubeligen Berlin-Kreuzberg auf, lernt als Teenager Bassgitarre spielen und performt in verschiedenen Bands. Doch irgendwann beeindruckt ihn ein satter Beat mehr als ein Gitarrenakkord. Er kauft sich seine ersten Detroit-Technoplatten, und beschließt, auch Musik zu produzieren. Entsprechendes Equipment kommt ins Haus.

Allerdings merkt er schnell, dass es gar nicht so einfach ist, gute Technotracks zu produzieren. Er beginnt ein Studium zum Tontechniker. In seinen Kursen sitzt ein gerade erst nach Berlin gezogener Typ namens Franziskus. Der wuchs in Erfurt auf, genoss als junger Bub Klavierunterricht und hörte stinknormalen Pop. Eine Nacht im legendären Berliner Club E-Werk anno 1993 stellte die Weichen: Statt Pet Shop Boys und Michael Jackson waren jetzt Sven Väth und Jeff Mills die neuen Helden in Franziskus‘ Leben.

01. Ihr spielt sowohl live als auch als DJs. Gibt’s eine Präferenz?

Beides hat seine Reize! Eine Präferenz haben wir da nicht. Allerdings ist es immer wieder sehr erfrischend nach eine langen „Live“ – Zeit auch mal wieder ein Dj Set zu spielen, da man beim live spielen ja hauptsächlich eigene Tracks spielt.

02. Häufig tritt nur einer von Euch beiden auf. Hat das einen bestimmten Grund? Und wie entscheidet Ihr, wer spielt?

Das werden wir tatsächlich recht oft gefragt. Es gibt viele Gründe die Duos dazu zwingen getrennt zu spielen. Zum einen haben wir sehr viele Anfragen , die wir nie bewerkstelligen könnten zu zweit. Zum anderen verursacht man natürlich deutlich höhere Kosten, die für kleine Clubs oft schwer zu stemmen sind….2 Flüge, Taxis, Hotel, Gage etc….Verteilen tut die Gigs unser Booker. Wenn es doch mal Unklarheiten gibt, greifen wir zum guten alten Münzwurf;)
An der Stelle sei noch mal bemerkt, dass jeder Veranstalter uns natürlich zu zweit buchen kann!

03. Im April seit ihr aber zu Zweit in der Romy S.! Das ist schon eher die Ausnahme, warum spielt ihr gerade in Stuttgart gern zu zweit?

Das hat mittlerweile einfach Tradition! Wir freuen uns immer sehr nach Stuttgart zu kommen, essen vorher immer im selben Restaurant und spielen zur gleichen Zeit.

04. Ihr tourt durch verschiedene Länder. Wo geht’s am meisten ab?

Überall wenn alles stimmt!

05. Ihr betreibt das Label „Formatik“. Wie lautet die Label-Philosophie? Habt ihr konkrete Vorstellungen bezüglich Stil etc.?

Eigentlich nicht! Kicken muss es!

06. Gibt es noch andere Stilrichtungen der elektronischen Musik, auf die Ihr steht – abgesehen von House und Techno?

Jede Menge. Wir sind nach wie vor HipHop Fans! Johnny Cash fliegt aber auch mal auf den Teller!

07. Wie ist das so im Studio als Duo: Geht’s harmonisch zu, oder fliegen ab und zu die Fetzen?

Bei uns geht’s ausgesprochen harmonisch zu! Wäre Jakob eine Frau und würde aussehen wie Scarlett Johannson wären wir wahrscheinlich schon verheiratet!;)

08. Gibt es einen Künstler, mit dem Ihr gerne mal zusammenarbeiten würdet?

Dave Gahan und Johny Cash!

09. Welche Releases stehen demnächst an? Arbeitet Ihr schon an einer neuen LP?

Da steht eine Menge an. Im Moment finalisieren wir eine Kollaboration mit Pleasurekraft! Die erste Nummer erscheint im April! Die zweite zusammen mit dem Vinyl Release im Mai…. Danach kommt das Debut von „The Dolphins“ aus Italien mit einem Format:B Remix. Eine weitere „Tobi Kramer“ EP steht an, und, worauf wir uns sehr freuen, eine weitere Kollaboration mit Sébastien Léger.

10. Wie steht’s mit Lampenfieber – verspürt Ihr so etwas noch?

Klar! Das wird natürlich weniger mit der Zeit, aber wenn man beispielsweise in einem fremden Land wie Brasilien vor 20000 Menschen steht macht sich schon noch kurz Nervosität breit. Da hilft nur ein doppelter Shot;)

11. Wie schon gesagt, im April seit ihr wieder in der Romy S. und im Mai auf der Beach of Love. Was verbindet euch mit der Lokation und dem Festival?

Zur Romy hab ich mich ja schon geäußert. Beim Beach of Love war ich letztes Jahr das erste Mal und war angenehmst überrascht. Tolle Location, tolles Wetter und eine super Crowd. Was will man mehr!

12. Wollt ihr unseren Lesern noch was mit auf den Weg geben?

Just dance!

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