Ende Mai kommt das neue Album “Left” von Tiefschwarz. Wir haben es schon mal gecheckt und konnten ihnen ein paar Fragen zu den Tracks, der Entstehung und der anstehenden Tour stellen.

Tiefschwarz und Khan

Tiefschwarz und Khan

Wenn ein neues Album fertig ist, fangen die Marketingverantwortlichen an, den Sound darauf genau zu analysieren und zu beschreiben. Genau so ist es auch bei den ersten DJs die Promos davon bekommen und bei Magazinen und Blogs die darüber berichten wollen.

Wer die Frage nach dem Sound und Klang aber eigentlich nur richtig beantworten kann, sind die Künstler selbst:

“In erster Linie wollten wir ein Album machen auf dem wir mehr Raum haben, als auf einer EP. Du kannst da viel mehr von deiner musikalischen Bandbreite zeigen, da nicht alle Tracks darauf ausgerichtet sind im Club zu funktionieren. Trotzdem sind wir natürlich DJs und kommen aus der Clubwelt und machen deswegen immer Musik, auf die man tanzen kann. Ein entscheidender Faktor bei “Left” ist die Stimme von Khan, die dem Ganzen trotz dem Dancefloorgedanken sicherlich einen poppigeren Charakter gibt.”

Sieht gemütlicher aus als es ist das neue Album

Sieht gemütlicher aus als es ist das neue Album

Mit Khan haben Tiefschwarz nicht nur einen Sänger an Bord genommen der ein paar Vocals für sie einsingt, sondern einen dritten Mann in die komplette Produktion mit einbezogen. Die drei kennen sich schon seit vielen Jahren und haben sich zufällig im Rahmen eines Gigs in Mexico wieder getroffen.

Aus einem feucht fröhlichen Abend entstand dann die Idee etwas gemeinsames zu machen. Die Produktionsentwürfe von Tiefschwarz und Khans Vocals haben dann so gut harmoniert, dass innerhalb kürzester Zeit sechs Tracks entstanden, die jetzt alle auf “Left” gelandet sind. Auch zukünftig wird das Team Tiefschwarz-Khan weiter zusammenarbeiten:

“Khan hat viel Liveerfahrung und bald gehen wir gemeinsam auf Tour. Wir sind gerade mitten in den Proben und haben im Mai in Kreuzberg unseren ersten Gig. Bis zu den Festivals ist dann noch ein bisschen Zeit für den Feinschliff und die Nervosität ist bis dahin hoffentlich auch abgelegt. Was wir da planen wird ein richtiger elektronischer Liveact, bei dem Khan singt und Keyboard spielt und wir die elektronischen Drumpads bedienen und mit Ableton Beats zuspielen.”

Jetzt steht aber erstmal das Album vor der Tür, das Ali und Basti ohne einen weiteren Co-Producer produziert haben, wie sie es bei vorherigen Arbeiten immer wieder gemacht haben. Beim mehrmaligen Durchhören von “Left” entdeckt man immer wieder neue Elemente, neue Effekte, neue kleine Basslines und neue Sounds. Das lässt den Eindruck entstehen, dass sich Tiefschwarz vor ihren Studiosessions viele Gedanken machen und Arrangements auf dem Papier entwerfen, was bei der Produktionsarbeit aber eigentlich gar nicht der Fall ist.

“Bei uns entsteht alles spontan. Es gibt keine wirkliche Vorbereitung oder ein Konzept an das wir uns halten. Wir überlegen uns natürlich vorab ob es ein Technotrack werden soll, oder eher was poppiges und welches Tempo dazu passt, mehr aber auch nicht. Genau diese Vorgehensweise ist uns sehr wichtig bei unserer Arbeit, da wir sonst viel zu viel darüber nachdenken und der Kopf dann die Leichtigkeit beim komponieren blockiert. Wenn der Fluss beim Produzieren mal verloren geht legen wir unsere Tracks lieber zur Seite und arbeiten später dran weiter, bevor wir uns zu sehr darin verbeißen.”

Ende Mai kommt “Left” in die Stores und dann beginnt auch die Tour bei der es neben den Tiefschwarz DJ-Gigs auch einige Live-Termine mit Khan geben wird. Hier ein kleiner Auszug der Tourstopps:

23.05: Basti im Tanzhaus West in Frankfurt
24.05: Ali beim Audiogate Festival in Memmingen
30.05: Ali & Basti beim Berlin Festival
12.06: Offizielle Releaseparty im Watergate
17.07: Live mit Khan beim Melt Festival
05.09: Live mit Khan im Hinterhof in Basel

 

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