Der fünfte Teil einer Reihe, die einen Lichtblick bietet im Einheitsbrei der 1.50 Euro Tankstellen Compis.

Volume 5 bedeutet bei den meisten Compilation Reihen ein Abdriften ins belanglose, bei Chill out Compilations ist das leider fast schon die Regel. Eine wohltuende Ausnahme bildet da die berühmte Lavalampe. Wir verfolgen den Weg des Blubberlicht Covers nun schon seit der ersten Stunde, und nach wie vor ist der Level nicht nur hoch, was die Qualität der Tracks angeht, sondern vor allem aussergewöhnlich. Bestes Indiz dafür: Die Songs (denn Songs sind die meisten Tracks im Wortsinne – keine Angst vor guten Sängerinnen…!) wirken auch einzeln, das unsägliche Flamenco Ibiza Dudeldidum findet man hier nicht.

Dabei stossen wir auf Künstler, die wir erwartet haben – Mo‘ Horizons, De Phazz, Gare du Nord, wir stossen auf Namen, die wir hier nie erwartet hätten – Craig Armstrong, Apollo 440, auf Leute, die schon länger Musik machen, als wir sie hören, wie Stan Getz (Respect, Sir!). Der Track, über den sich die Lizenzjäger am meisten gefreut haben dürften, kommt von Moby, der, der am meisten neugierig macht (mich zumindest), von Nana Mouskouri. Richtig, die mit der Brille aus dem Plattenschrank Eurer Eltern. 27 schöne Songs für draussen in der Sonne genauso wie drinnen am verregneten Novembertag in einer in sich stimmigen Tracklist. Und definitiv einige neue Namen, denen man auf der Spur bleiben sollte.
Wer „Chill Out Compilation“ angesichts der Flut namen- gesichts- und geschichtsloser „Ibiza Teil 49“ Terror Compis mit „Beliebigkeit“ übersetzt, sollte das nach dem Genuss von The Chillout Album Vol. 5 nochmal überdenken. Weiter so!

Chillout-Vol5-Warner-Compilation02.09.2002

 

Wsm (Warner)

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