Techno Frühstück stimmen sich derzeit mit ihrer EP „Fields of Blossoms“ erschienen auf TWINTOWN auf Sommer und Festivalzeit ein. Mit ihrem frischen Release schieben die beiden Berliner einen vor analoger Wärme pulsierenden und dabei sonnig-verträumten Titelsong durch die Boxen. Was das ganze mit Quantenphysik zu tun hat? Eine Hälfte von Techno Frühstück ist studierter Quantenphysiker. Daniel & Felix schaffen es jedoch nicht nur Teilchenschwingung in Form von drückenden Grooves zu fabrizieren, sondern auch ein warmes und umarmendes Soundgefüge zu kreieren. Mit viel Liebe zum Detail rauschen Techno Frühstück Richtung Sonnenaufgang und dürften den Soundtrack so mancher After Hour bereichern. Wir sprachen mit den beiden in Berlin lebenden Künstlern.

Wann habt ihr angefangen selbst zu produzieren bzw. aufzulegen?
Daniel: Ich habe mit Freunden in einem Proberaum in einem ehemaligen Industriegebiet mit den verschiedensten Instrumenten viel rumprobiert, parallel dazu begann ich aufzulegen. Dann bin ich durch Lateinamerika gereist und dabei in Bogota in Kolumbien hängengeblieben. Dort hatte ich viel Zeit und hab mich zwischen Sonne und Feiern häufiger mal in meinem Zimmer vergraben und Beats gebastelt.
Felix: Ich habe mit Dreizehn von meinem Nachbarn Fruity Loops bekommen. Damit habe ich dann meinen ersten Track gebastelt den ich immer mal wieder finde und mich sehr darüber freue. Er heißt “Felix´ Beat” und ist voll von Laserschüssen und Cowbells.

 Wo liegen eure musikalischen Wurzeln. Wer oder was hat euch besonders beeinflusst?
Daniel: Ich hab von Metal bis Jazz eigentlich alles schon durch. Charles Mingus und Radiohead mag ich sehr gerne. Außerdem hatte auf meinen Reisen sehr viel verschiedenen musikalischen Input.
Felix: Die Jugend war geprägt von Hip Hop, Radiohead und John Frusciante.. Funk, Folk, Dub, Klassik.. Ach, querbeet eigentlich. War immer toll, wenn die großen Geschwister von Freunden neue Musik hatten.

Kann man euren musikalischen Stil überhaupt in Worte fassen?
Obwohl der Stil sich bei uns recht häufig geändert hat, ziehen sich vor allem groovige Baselines wie ein roter Faden durch unsere Sets. Ein bißchen Melodie darf auch ruhig sein. Eine genaue Einordnung ist aber natürlich immer schwierig und am Ende oftmals total subjektiv.

Die aktuelle EP von euch beinhaltet sehr organische und warme Klänge. War das eine bewusste Entscheidung?
Teilweise ergibt sich sowas natürlich unbewusst beim Produzieren, wenn man sich gerade ‘im Tunnel’ befindet. Spätestens aber beim Finetuning tauscht man natürlich aus, was einem nicht so passt, oder fügt hinzu, was man dem Track gerne mit auf den Weg geben möchte.

Gib es rückblickend einen ganz besonderen  bzw. prägenden Moment in euer Laufbahn?
Der Moment der uns zusammengebracht hat war z.B. ganz lustig. Daniel wollte vom Kotti aus eigentlich gerade Richtung Berghain aufbrechen, als er auf der anderen Straßenseite mehrere Leute um ein mobiles Soundsystem rumtanzen sah und beschloß sich erst mal dazuzugesellen. Immer wenn die Polizei dann kam, wurde einfach weitergezogen. Spontan haben sich auch 2 Saxophonisten der Gruppe angeschlossen. Das Soundsystem war von Felix, der das ganze initiiert hatte.

Das Thema Controller,Turtables, Live Equipment und CDJs ist ja nach wie vor immernoch heiss diskutiert. Wie wichtig sind technische Tools für euren Sound?
Wenn man live spielen will, braucht man schon das passende Equipment. Beim Auflegen kommt es vor allem erstmal auf die Musikauswahl an, aber z.B. ein Vierbandmischpult macht beim Mixen schon einfach mehr Spaß.

Wo legt ihr am liebsten auf? Gibt es einen Club wo ihr euch besonders zuhause fühlt?
Im Moment wechseln wir eigentlich recht viel durch und haben keinen Lieblingsladen. Aber am liebsten spielen wir eh draußen, wenn es sommerlich warm ist.

Würdet iht euch eher als Festivalliebhaber oder Clubact beschreiben?
Wir machen beides sehr gerne, aber Festivals sind natürlich immer was besonderes.

Welchen Sound hört ihr an wenn ihr nach einem anstrengenden Tag zuhause aufs Sofa fallt?
Felix: Das ist meist ein guter Zeitpunkt erstmal gaanz gemütlich den Track anzuhören, an dem gerade gearbeitet wird. Oft fallen einem wieder viele Dinge auf, mit denen der Abend gefüllt werden kann.
Daniel: Wenn nicht mal mehr dazu Energie sein sollte, gibts auch gerne das musikalische Kontrastprogramm. Das kann das von Massilia Sound System über Chet Baker bis Sergente Garcia aus so ziemlich jedem Genre sein.

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