Ramon Tapia ist jemand, der sich weder bei seinen DJ-Auftritten, noch bei seinen Produktionen in ein spezifisches Genre zwängen lässt. Im Kern der elektronischen Musik verschrieben, findet er sich im ganzen Spektrum dieser weiter wachsenden Clubkultur zurecht. Und auch wenn es auf der Split Second EP insgesamt eher in eine dunklere und technoider Richtung geht, lässt sich nicht abschließend eine Schublade dafür finden. Das Titelstück baut sich über fast acht Minuten Spielzeit an einer rollenden Basslinie auf. Der Grundbeat mit einigen perkussiven Elementen und flächige Stimmsample passen sich diesem Spannungsbogen bis zum obligatorischen Break an und bringen die Abwechslung.

„Warehouse“ öffnet die Tür in Richtung Techno etwas weiter und baut über Indutrial-eque Klänge langsam einen hypnotisierenden Beat auf. Zusammen mit einer schnellen Basslinie und sparsam eingesetzten Synthesizern hat Tapia einen Track erschaffen, der von Anfang an fesselt. Beide Titel wurden zudem für diese EP geremixt.

M.in und Franz Alice Stern haben sich „Split Second“ angenommen und das Grundkonzept mit neuen Beats in den Festivalmodus übertragen. „Warehouse“ bekommt im Wehbba Remix dominantere Beats und begibt sich soundtechnisch in die Sphären der späten 80er Jahre. Verdammt treibendes Release des belgischen Artists – great!

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