Der Traum von einem herrlichen Sommertag vergibt die Hauptrollen immer an Sonne, Palmen Strand und Meer, dazu passen klar housige Tunes am besten. Und eine wunderschöne Sommernacht? Tropische Nächte mit einem leichten Lüftchen, Sternschnuppen, Glühwürmchen, und der Mann im Mond lässt für uns die Feen tanzen.

Im Dunkeln mögen wirs ja gern mal etwas technoider und im Sommer darfs dann selbst für die straighten Kerle ordentlich magic groovy sein. Wer’s kennt, weiss um die Magie von Thujon (sprich Tuch-ohn) und folgt vielleicht ja schon grinsend den Tonspuren von Trevor Macey. Für die Jungfrauen in Sachen Absinth sei erklärt: Thujon ist das kleine Etwas im Absinth, was zusammen mit viel Alkohol und jeder Menge Zucker die berühmte grüne Fee aus der Flasche holt.

Trevor Macey hat wohl ein ganzes Feenvolk zu Besuch gehabt und die haben gleich noch ihre kleinen Geister, große Trolle, Hexchen, Kobolde und eine ganze Invasion der Lemminge hergezaubert. Das buntgemischte Völkchen hat jedenfalls ganz schön wild mit Trevor gefeiert und jede Menge Endorphine rumschwirren lassen: Schon die ersten Takte zaubern selbst am Schreibtisch bei Tageslicht ein breites Grinsen ins Gesicht und die positive Energie beflügelt zu einer fantastischen Leichtigkeit, die durchaus auch zu Leichtsinn verführen könnte. Feinere Öhrchen dürfen sich am speziellen Disco von Thujon erfreuen: Jeder einzelne Schnipsel zuckt schon seinen eigenen Groove und jammed sich gemeinsam mit den anderen Spuren von Break zu Break. Die Fans des Soulful Techno werden garantiert ihre Freude mit Thujon haben. Mit oder ohne Absinth.

Der Titeltrack der Single heißt Mesitylen und klingt ebenfalls nach Seele aber mit Tendenz zur dunklen Seite der inneren Mächte. Im Gegensatz zu Thujon ist Mesitylen zwar immer noch pushy aber mit gedämpften Tempo und etwas schräger unterwegs. Auch Trevor Macey scheint Gefallen an der Wirkungsweise von Oszillatoren im Niederfrequenzbereich zu haben und zerrt vor allem beim großen Break ganz ordentlich an den Sounds, was dem Track eben genau die leicht schräge Atmosphäre verleiht. Die voluminösen Sounds und der immer noch treibende Beat lassens gemeinsam mit den schön schrägen Synths garantiert zu später Stunde im Club ordentlich knallen.

Sowohl Trevor Macey als auch das Label Secondary Tones gehören zu den überraschenden (Neu-)Erscheinungen im großen Technozirkus: Das Label Secondary Tones scheint Ende Mai 2014 gegründet worden zu sein, mit dem Release von Trevor Macey wurde Secondary Tones eingeweiht. Trevor Macey ist Ende Juli auf der Bildfläche erschienen, seine Vorlieben für diverse Flüssigkeiten hat er uns ja gleich mal verraten, sonst gibt Trevor nicht viel über sich preis: Männlich, Single, Hetero. Vielleicht mag er uns ja mal mehr erzählen? Der Überraschungseffekt ist den beiden definitiv gelungen, erfreulicherweise nicht nur bei uns.

Die englische Version gibt’s hier

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