Der Münchner Michal Matlak ist “The Analog Roland Orchestra“ und sein Album “Home” erscheint am 22.05.2012 auf Ornaments Music.
Wir dachten uns: Wer so klingt hat bestimmt auch was zu erzählen. Und somit präsentieren wir euch des Orchesters Favoriten Playlist.

10 Jahre privater Geigenunterricht
 mit 15 Jahren erster Synthesizer „Korg MS 20“
mit 16 Jahren erste Drummachine: „Roland TR 606“. 
Seitdem ist Michal leidenschaftlicher Sammler vor allem von Roland Geräten und analogen Synthesizern und Drummachines aus den Jahren 1977 -1988 (von denen er aus einer Auswahl von inzwischen mehr als dreissig verschiedenen Geräten seine Setups für Produktionen und Live-Gigs zusammenstellt).

The Analog Roland Orchestra

Gainsbourg - Aux Armes Et Caetera (1979)Gainsbourg – Aux Armes Et Caetera (1979)

Französische Texte von Serge Gainsbourg, die besten Elemente aus Dub –  delays, reverbs und dünne Orgeln = eine brillante Platte.
Ein französischer Freund namens Olivier hat mir diese Platte geschenkt und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Ich lege nicht oft auf und wenn dann nur in kleinen Cafes wie z.b. dem Baader Cafe in München, jedes mal wenn ich diese Platte spiele entsteht sofort eine warme und angenehme Stimmung.

 

 

 

Air - Premiers Symptomes (1997)Air – Premiers Symptomes (1997)

Diese EP ist eine Samlung der allerersten Stücke von AIR und hierrauf sind auch meine All Time Favorits drauf – die ersten 3 Stücke auf dieser Platte sind der Grundstein meines Musik Manifests. Sie beinhalten all meine Lieblingsinstrumente – Rhodes, Solina String, Clavinet, Minimoog, Wurlitzer, Orgel und Clavinet – haben ein perfektes Tempo und klingen warm und einfach. Ein tolles Beispiel wie man großartige Musik mit wenigen aber dafür den richtigen Mitteln schafft.

 

 

 

Massive Attack - Mezzanine (1998)Massive Attack – Mezzanine (1998)

Ich kam durch meine Eltern auf Massive Attack. Auf Protection habe ich das erste mal eine Roland TB 303 gehört, aber wirklich richtig hingehört habe ich auf Mezzanine. Ich war total fasziniert von der Stimmung und der Track ist auch ausschlaggeben dafür, dass sich meine Musik immer etwas dunkler anhört – aber trotzdem noch Wärme besitzt. Mezzanine habe ich immer im Urlaub rauf und runter gehört und es hat mich sehr geprägt. Black Milk ist mein Lieblingstitel.

 

 

 

Redshape - The Dance Paradox (2009)Redshape – The Dance Paradox (2009)

Redshapes erstes Album. Toller Klang und großartige Stücke. Am liebsten höre ich The Dance Paradox beim Autofahren oder in der Ubahn – ich verbinde generell mit Redshapes Musik weniger einen Clubkontext als vielmehr einen Soundtrack für den Alltag und einen Wegbegleiter jenseits des Feierlebens. Beim hören dieses Albums komme ich mir immer vor wie in einem Film oder Spiel, in dem es keine Handlung oder Drehbuch gibt, sich aber dennoch alles ineinander fügt und einen Sinn ergibt.

 

 

 

Dopplereffekt - Linear Accelerator (2003)Dopplereffekt – Linear Accelerator (2003)

Die ersten drei Stücke etwa 1 Stunde lang nur Noise Sounds…damit kam ich nie so wirklich klar. Aber die letzten drei Tracks auf dieser EP sind unfassbar gut. Da kommen langgezogene, monotone Sequenzer-Melodien mit wenig bis gar keinem Beat, die sind also nicht wirklich tanzbar und somit eher etwas zum alleine anhören.

 

 

 

 

 

The Beta Band- Hot Shots II (2001)The Beta Band- Hot Shots II (2001)

Meine musikalische Prägung geschah eigentlich durch klassischen Musik. Ich hatte über 10 Jahre lang einen privaten Geigenlehrer und konnte danach immer noch keine Noten lesen… was aber eher an meiner Faulheit lag als an meinem Lehrer. Irgendwann wurde die Geige langweilig und durch eine Gitarre ersetzt. Hot Shots II von der Beta Band kam raus als ich meine letzten Geigenstunden bekam, bevor mein Lehrer keinen Bock mehr hatte weil ich ihm das mit den Notenlesen gesagt hatte. Von da an war die Beta Band mein Lehrer …

 

 

 

 

Mort Garson - Mother Earth´s Plantasia (1976)Mort Garson – Mother Earth´s Plantasia (1976)

Auf Mort Garson bin ich durch ein Interview von Legowelt (den ich auch sehr bewundere) gekommen. Mort Garson war ein großer Modular Synthesizer Fan und auf Plantasia hat er mit seinem Modularsystem Lieder für seine Pflanzen komponiert. Ein tolles und verrücktes Konzept – es mag doof klingen aber wenn man diese Musik hört möchte man irgendwie eine Pflanze sein …

 

 

 

 

Air - Moon Safari (1998)Air – Moon Safari (1998)

Okay – Moon Safari ist ein Meilenstein. Jb und Nicolas sind seitdem meine Vorbilder und anonyme Tutoren. Ich habe das Glück gehabt sie ein paar mal zu treffen und habe etwa 10 Liveshows gesehen – seit Moonsafari rauskam habe ich mit der runtergestimmten Gitarre immer versucht alle Basslines des Albums – auch die von Synthesizern – nachzuspielen – irgendwann war ich soweit das ich zu jedem Livemitschnitt ihrer Touren mitspielen konnte. Bei einem Konzert in München habe ich ihnen das erzählt und sie meinten, ich könne ja für den Bassisten einspringen falls er sich mal verletze – leider wurde der nicht krank und ich kam nie zum Zuge. Aber die Bassline von La Femme D´argent kann ich nach wie vor noch perfekt!
Das einzige was ich mir ab und an wünsche ist, dass ich etwas älter gewesen wäre bei den Zusammentreffen – ich hatte damals noch nicht so den Plan wie ich mit sowas umgehen soll – heute könnte ich gezielter an sowas rangehen und ihnen nicht mehr nur als Fan begegnen.

 

LCD Soundsystem / Paperclip People - Thrown (2010)LCD Soundsystem / Paperclip People – Thrown (2010)

Ich war auf dem Rückweg von einem Dreh der sehr spät ging. Auf Bayern2 Zündfunk lief diese Nummer und ohne zu wissen das es eine Nummer von
Carl Craig im Remix von James Murphy alias LCD Soundsystem war, habe ich sofort erkannt, wer da seine Finger im Spiel hatte.
Beide Produzenten haben einen brillianten eigenen Sound, der mir immer noch ein totales Rätsel ist. An dem Remix mag ich vor allem den Flow und die Hihat, und weil die Drums live eingespielt sind,hat dieser Techno einen super menschlichen Touch. Sowas muss ich auch noch lernen …

 

 

King Tubby´s Lost Treasures (2001)King Tubby´s Lost Treasures (2001)

Diese Platte habe ich dieses Jahr in einem sehr sehr kleinen Plattenladen irgendwo am Arsch von Los Angeles für 10$ gefunden. Ich liebe Dub Musik, denn ich bin Fan von Orgeln, Tape Delays, Springreverbs und liebe hier das Arrangement und die Vocals… eine Platte mit solch einem Titel kann man einfach nicht stehen lassen!!! Und es hat sich gelohnt. Tolle Tracks.. ich hab sie gerade eben wieder auf einem alten, portablem Philips Plattenspieler mit relativ beschissenen On Board Box gehört – diese Platte klingt auf dem Ding fantastisch!

 

 

 

2 Responses

  1. p161971

    Der Beitrag erinnert mich an meinen ehemaligen Spezi Joost.
    Der hat auch ohne Unterlass über Zeug wie Lineartechnik, Axiallager
    oder auch My Playlisten wovon ihr an dieser Stelle schreibt, gesprochen.

    Meinereiner wird ihm diesen tollen Text mal forwarden. Danke für den
    kurzweiligen Post!

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