Martin Buttrich im Crash Test

Martin-Buttrich-InterviewHallo Martin, wir erreichen Dich gerade in Los Angeles, nicht gerade bekannt als das Mekka der elektronischen Musik. Ist LA bewusst gewählt?

MB: Ja durchaus, es ist eine Inspirierende Stadt und es tut auch mal gut, Abstand von der gewohnten Umgebung zu haben. Da ich mit dem Album fertig war und ich einige Gigs in Nord und Süd America habe / hatte, hat es sich angeboten hier den Winter zu verbringen, um mir endlose Reisezeit im Flieger und den kalten Winter in Deutschland zu ersparen. Die Zeit hier in Los Angeles nutze ich auch um mich auf meine Live Tour vorzubereiten.

 

Lass uns etwas über „Crash Test“ sprechen. Das Album, an dem Du die letzten 15 Monate gearbeitet hast. Was hast Du in dieser Zeit gemacht?

MB: Ich habe natürlich viel an meiner Music gearbeitet, einige Remixe gemacht viele Auftritte gehabt. Ausserdem habe ich mich mit meinem Partner Loco Dice um unser Label Desolat gekümmert. Und an dem Album habe ich dann die letzten 4 Monate wirklich intensiv gearbeitet.

Also hast Du an diesem Album über Monate hinweg gearbeitet. Findest Du, dass man das Album auch als Ganzes anhören sollte?

MB:: Ja, es ist schließlich ein Album und keine Dance 12″. Ich habe während der Zeit sehr viele „klassische“ Alben gehört – Jazz, Soul, Hip Hop – und erinnerte mich daran, wie toll es ist, ein Album von Anfang bis Ende zu hören, wie ein Album dich einfach packen und beschäftigen kann. Ich hoffe, dass „Crash Test“ das auch schafft.

Du hast erwähnt, dass auf diesem Album viele akustische Instrumente zu hörensind. Hast Du selbst Erfahrung mit solchen Instrumenten?

MB: Ich habe einige Stunden Klavierunterricht gehabt und ich kann Harmonien heraus hören und erkennen. Das ist es dann auch schon. Mein Ziel ist es aber, das Best mögliche Interview aus einem Song herauszuholen und wenn ich mal nicht weiter komme und z.B. einen Klavierspieler brauche, weiss ich, wie er spielen soll und wo ich ihn finden kann.

Vielleicht kannst du ein paar Worte zum Titel des Albums sagen, und was er Dir bedeutet?

MB: „Crash Test“ bedeutet in diesem Sinne nicht das Crash-Testing von Autos, oder das Einwirken auf Sachen und Schauen, wann sie kaputt gehen. Es ist eine Musiksammlung, persönliche Musik die in einer Umgebung aufgenommen wurde, in der ich mich wohl fühle. Diese Musik heraus zu lassen, ohne Kollaborateure oder Partner, ist eine Art Crash Test für mich – ein Test, ob die Musik der Zeit und der „Realität“ standhält…

Du hast im letzten Jahr viel getourt. Gibt es einen Plan, wie das neue Album live umgesetzt wird?

MB: Klar! Es wird eine verlängerte World Tour geben, auf der ich auch mein Set-Up ändern werde, da die Musik auf jeden Fall einige Veränderungen erfordert. Es gibt auch Ideen zu einigen komplexeren Arrangements und Live Gigs, mit mehr Musikern auf der Bühne. Ich hoffe, dass wir dieses Jahr so etwas auf die Beine stellen können.

Wie viel Einfluss hatte auf Dich die Stadt, in der Du lebst?

MB: Sicherlich ist Hannover nicht der Schmelztiegel der elektronischen Musik. Aber es ist meine Heimatstadt und ein guter Ort, um kreativ und ganz besonders um Produktiv zu sein. Ich weiß nicht genau, ob man einen Einfluss direkt aufzeigen kann, aber Hannover spielt auf jeden Fall eine große Rolle innerhalb vieler anderer Einflüsse.

Warum hast du Dir genau diese Zeit ausgesucht, um eine Debut Solo LP rauszubringen?

MB: Instinkt….

Martin Buttrich Crashtest

 

 

 

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